Beeindruckende Tour durch Gießerei

Beeindruckende Tour durch Gießerei

Saarbrücken. Glühendes Roheisen fließt aus dem Ofen und Funken sprühen aus den Gusspfannen, als die Besucher im Rahmen der "Langen Nacht der Industrie" durch die Gießerei von Halberg Guss geführt werden. Das Brebacher Unternehmen setzt bei seiner Werkspräsentation auf die großen Effekte

Saarbrücken. Glühendes Roheisen fließt aus dem Ofen und Funken sprühen aus den Gusspfannen, als die Besucher im Rahmen der "Langen Nacht der Industrie" durch die Gießerei von Halberg Guss geführt werden. Das Brebacher Unternehmen setzt bei seiner Werkspräsentation auf die großen Effekte. Hautnah können die Besucher - Schüler ebenso wie Erwachsene - erleben, wie aus Sand erst eine Gussform entsteht und diese dann mit Roheisen gefüllt wird. "Normalerweise nehmen wir uns mehr als zwei Stunden für unsere Gäste Zeit, wenn wir sie durch das Werk führen", sagt Werksleiter Patrick Anthony. So viel Zeit sieht das Programm nicht vor, und so werden die Besucher der "Langen Nacht" im Eiltempo an die wichtigsten Stationen geführt.Beeindruckend ist der Besuch in dieser Großgießerei trotzdem. 12 000 Pkw-Motoren werden hier täglich gegossen, 1200 Lkw-Blöcke und 7500 Kurbelwellen, 6550 Tonnen Sand werden dafür täglich für die Formen benötigt. Fabienne Schulze (18), Schülerin aus Schaffhausen, die später einmal Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) studieren will, war begeistert "weil man so viel sehen kann". Leider wären die Chancen als Wirtschaftsingenieurin bei Halberg Guss aber nicht zu groß, bilanziert sie nach dem Besuch etwas enttäuscht. Ihr Vater hatte sie auf die "Lange Nacht der Industrie" aufmerksam gemacht.

Ein Höhepunkt der Tour war der Besuch des Kupolofens, in dem das Eisen auf 1493 Grad Gießtemperatur gebracht wird. Dass sie so nah an glühendes Eisen kommen würde, hatte Fabienne vor der Tour nicht gedacht. Auch der Student Sebastian Anschütz war von der Veranstaltung angetan. Der 19-Jährige studiert Ingenieurwesen an der HTW und wollte Einblicke in Bereiche bekommen, in denen er später einmal arbeiten könnte. Für die Tour mit Halberg-Guss und Voit hatte er sich ausdrücklich entschieden, weil er "Automobilzulieferer besonders interessant" findet. Dass die Arbeit in der Gießerei ein Knochenjob sein kann, hat vor allem Moritz Schäfer und Dominik Radzivilovski beeindruckt. Die beiden Elftklässler haben die Gießerei im Rahmen des Seminarfachs Berufsorientierung besucht. Zwar streben sie kein technisches Studium an, haben aber "viel Interessantes dazugelernt".