1. Saarland

Baustelle bremst den Kundenstrom

Baustelle bremst den Kundenstrom

Spiesen/St. Ingbert. Liselotte Dumont ist mit den Nerven am Ende. Die Gänsezeit kommt und geht, die Muschelzeit zieht vorüber - und keiner will die Spezialitäten haben. "Uns fehlen die Kunden", beklagt sich die Gastronomin, die am Glashütter Weiher das Lokal "Zur Rohrbacher Glashütte" betreibt

Spiesen/St. Ingbert. Liselotte Dumont ist mit den Nerven am Ende. Die Gänsezeit kommt und geht, die Muschelzeit zieht vorüber - und keiner will die Spezialitäten haben. "Uns fehlen die Kunden", beklagt sich die Gastronomin, die am Glashütter Weiher das Lokal "Zur Rohrbacher Glashütte" betreibt. Der Grund: die Rohrbacher Straße ist seit Anfang August gesperrt, die Umleitung führt über St. Ingbert und Eschweiler Hof. "Wir leben von den Leuten aus Neunkirchen und Spiesen", doch die bleiben aus. Laut Liselotte Dumont rücke der Konkurs in unangenehme Nähe. Zumal die Zufahrt vor wenigen Jahren schon einmal über einen längeren Zeitraum gesperrt gewesen sei. Auch andere betroffene Gewerbetreibende würden sich beschweren, so die Bäcker in der Rohrbacher Straße."Die Baumaßnahme als solches läuft zeitlich gesehen besser als nach Plan", informiert Reiner Pirrung, Bürgermeister der Gemeinde Spiesen-Elversberg. "Für die Verlegung des Regenwasserentlastungskanals muss leider die gesamte Straßenmitte in Anspruch genommen werden. Ein Durchfahren für alle Verkehrsteilnehmer ist deshalb nicht möglich." Allerdings sei vorgesehen, bei der Weiterführung der Maßnahme in Richtung Ortsmitte den Verkehr für Anlieger freizugeben. "Davon würde dann die da hinter liegende Gastronomie ebenfalls profitieren können", hofft Bürgermeister Pirrung. Die gesamte Kanalmaßnahme in der Rohrbacher Straße soll "auf jeden Fall" im Februar abgeschlossen sein. So geschäftsschädigend die Sperrung für Handel und Gastronomie sei - die Spieser wären glücklich, dass es "nach so langen Zeiten des Wartens endlich los geht mit den umfangreichen Sanierungs- und Entlastungsmaßnahmen", weiß Pirrung. Die betroffenen Bürger waren des ständigen Hochwassers und der damit verbundenen Schäden überdrüssig: "Es ist hier wie immer im Leben: Des einen Freud', ist des anderen Leid."