Baugenossenschaft leidet unter Krise

Völklingen. Kein rosiges Bild zeichnete der Vorsitzende der Geschäftsführung der Allgemeinen Baugenossenschaft Völklingen 04, Dieter Füchsle, anlässlich der Mitgliederversammlung im Kongresszentrum der SHG-Kliniken. Der wirtschaftliche Abschwung führe bereits zum Ausfall guter Schuldner. Mit mehr Risiken behaftet sei so auch das Ergebnis der Allgemeinen Baugenossenschaft

Völklingen. Kein rosiges Bild zeichnete der Vorsitzende der Geschäftsführung der Allgemeinen Baugenossenschaft Völklingen 04, Dieter Füchsle, anlässlich der Mitgliederversammlung im Kongresszentrum der SHG-Kliniken. Der wirtschaftliche Abschwung führe bereits zum Ausfall guter Schuldner. Mit mehr Risiken behaftet sei so auch das Ergebnis der Allgemeinen Baugenossenschaft. Im Bereich der Vermietung sah Füchsle hier als Gründe die wirtschaftliche Entwicklung, die hohe Arbeitslosen- und die rückläufige Bevölkerungszahl. Im Eigentum der Genossenschaft wurden unverändert 683 Wohnungen geführt. Die durchschnittliche monatliche Sollmiete betrug im Dezember 4,10 Euro pro Quadratmeter. Im Laufe des letzen Jahres wurden 45 Wohnungen und acht Garagen neu vermietet. Die Mietforderungen zum Ende des Jahres 2008 betrugen 99 615 Euro. Gegenüber dem Vorjahr ist ein Zugang von 27 455 Euro zu verzeichnen. Damit betrugen die "Erlösschmälerungen", sagte Füchsle, 355 165 Euro nach 279 462 Euro im Jahr 2007.Wohnungen nachgefragtDennoch könne davon ausgegangen werden, so Füchsle, dass die Wohnungen der Baugenossenschaft auch zukünftig nachgefragt werden. Für die Instandhaltung sowie Heizung- und Bädersanierungen und Energiesparmaßnahmen wurden insgesamt 485 122 Euro ausgegeben, dies entspricht 11,38 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr. Verwaltet werden von der Genossenschaft außerdem 34 Eigentumswohnungen, ein Eigenheim mit zwei Wohnungen, zwei Mehrfamilienhäuser mit sieben Wohnungen sowie acht Gewerbeeinheiten. Für die Gemeinnützige Städtische Wohnungsgesellschaft verwaltet die Genossenschaft insgesamt 87 Häuser mit 691 Wohnungen. Der zum Bilanzstichtag ausgewiesene Gewinn beträgt nach der Entnahme aus der Bauerneuerungsrücklage in Höhe von 145 000 Euro noch 51 206 Euro. Negativ ist auch das Ergebnis der Hausbewirtschaftung mit 157 000 Euro. Für den Aufsichtsrat empfahl der Vorsitzende Karl-Heinz Kihn, eine Dividende von vier Prozent, die 43 024 Euro entsprechen, auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn von 8181 Euro auf die neue Rechnung vorzutragen. Wiedergewählt wurden in den Aufsichtsrat die Mitglieder Karl-Heinz Kihn und Udo Schmeer, aus dem Vorstand schied Jochen Dahm aus. Ende letzten Jahres hatte die Genossenschaft 1337 Mitglieder mit 10 241 Anteilen mit leicht fallender Tendenz bei 46 Neuzugängen und 78 Ausgeschiedenen. red

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