Bauer bricht am Schluss ein

Bosen. Es sollte der Tag des Bengt Leibrock werden - und er wurde es auch. Der 27-jährige Triathlet aus Kirkel setzte am Sonntag sein Vorhaben in die Tat um. Er krönte seine Leistung beim Top-Race-Triathlon am Bostalsee mit dem Titel des Saarlandmeisters über die olympische Distanz. "Ich bin hierher gekommen, um zu gewinnen

Bosen. Es sollte der Tag des Bengt Leibrock werden - und er wurde es auch. Der 27-jährige Triathlet aus Kirkel setzte am Sonntag sein Vorhaben in die Tat um. Er krönte seine Leistung beim Top-Race-Triathlon am Bostalsee mit dem Titel des Saarlandmeisters über die olympische Distanz."Ich bin hierher gekommen, um zu gewinnen. Meinen ganzen Trainingsplan hatte ich auf diesen Wettkampf ausgerichtet", sagte der für Grojos LTV Elversberg startende Leibrock im Ziel. Nach 2:12,52 Stunden hatte er die drei Disziplinen mit 1500 Meter Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen hinter sich gebracht.

Entscheidung kurz vor Schluss

Die Entscheidung um Platz eins fiel auf der letzten der drei Laufrunden. Nach genau zwei Stunden waren Leibrock und sein Begleiter Patrick Bauer vom Tri-Sport-Saar-Hochwald noch gleichauf. Leibrock hatte aber die größeren Reserven und lief auf den finalen 3,34 Kilometern einen Vorsprung von 42 Sekunden heraus. "Es ist halt ärgerlich für mich. Vielleicht habe ich auf der Radstrecke zu viel Kraft gelassen", meinte der Zweitplatzierte Bauer. Denn nach der Radrunde kam der Haustadter mit einem Vorsprung von 80 Sekunden auf Leibrock in der Wechselzone an.

"Das Radfahren ist nicht meine Sache", sagte Leibrock, der von der Langstrecke im Laufen kommt und seit zwei Jahren als Triathlet startet. Hinter dem Duo sicherte sich der Saarbrücker Daniel Bild mit 2:17,37 Stunden den dritten Platz. Rang vier belegte der durch einen Fersensporn gehandicapte Philipp Sahm mit 2:17,57 Stunden. Der Mauschbacher hofft nun, verletzungsfrei am kommenden Wochenende bei der Weltmeisterschaft in Las Vegas über die halbe Ironman-Distanz an den Start gehen zu können.

Schnellste saarländische Frau über die olympische Strecke war Nike Ruschel vom Tri-Team SC Illingen in einer Gesamtzeit von 2:37,16 Stunden, vor den beiden Saarlouiserinnen Gabriele Celette in 2:42,48 und Silvia Huber in 2:50,56. Als erste weibliche Triathletin hatte vorher Christine Westerhorstmann vom 1. FC Kaiserslautern nach 2:36,50 Stunden, die Lichtschranke im Zielbereich passiert. "Für mich lief es gut. Unterwegs waren die Verpflegungsstellen gut verteilt", lobte Westerhorstmann. Das Trio Klaus-Dostert-Dostert bildete die schnellste olympische Staffel. Nach 2:27,11 Stunden blieb für sie die Uhr stehen.

Organisator Oliver Ogrizek von der Illinger Lauffabrik zog nach der Premiere des Top-Race-Germany eine positive Bilanz. "Mit 360 Teilnehmern war die Veranstaltung ausgebucht. Für uns hat es sich also absolut gelohnt", resümierte er. An der einen oder anderen Stelle habe es noch geklemmt. "In einer Nachbesprechung werden wir alles aufarbeiten", sagte Ogrizek.

Danach sei dann eine kurze Erholungsgphase angesagt, ehe mit den Vorbereitungen auf das kommende Jahr begonnen werde. "2013 wollen wir im Teilnehmerfeld einen Weltklasse-Athleten präsentieren", kündigte der Organisator an. Termin soll wieder das erste Wochenende im September sein.