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Bauarbeiten in Einöd früher fertig

Bauarbeiten in Einöd früher fertig

Einöd. Seit Januar erschwert eine städtische Großbaustelle an der L 110 im Bereich der Kreuzung Neunmorgenstraße den Verkehr in Einöd

Einöd. Seit Januar erschwert eine städtische Großbaustelle an der L 110 im Bereich der Kreuzung Neunmorgenstraße den Verkehr in Einöd. Gestern konnte Roland Lupp, Leiter des Amtes für Hochbau, Tiefbau und Gebäudewirtschaft der Stadt Homburg, bei einem Ortstermin mit unserer Zeitung Positives vermelden: "Nach Bauzeitenplan sollte die Baumaßnahme eigentlich im Oktober 2011 beendet sein. Wir liegen aber durch ein Modifizieren verschiedener Bauphasen so gut in der Zeit, dass wir mit einem Bauende im August rechnen." Damit verkürze sich die Bauzeit und die damit verbundenen Verkehrseinschränkungen um zwei Monate.Die Arbeiten selbst sind in der Sanierung und dem Neuverlegen von 400 Metern Entwässerungskanälen begründet und haben ihren eigentlichen, grundlegenden Ursprung in einer Baumaßnahme des Entsorgungsverbandes Saar (EVS) vor einiger Zeit, der in diesem Bereich neue Einrichtungen zur Abwasserbeseitigung geschaffen hat (wir berichteten mehrfach). An diesen Bau schließen sich die Arbeiten der Stadt an. Das Ziel: Zum einen die bestehenden Kanäle zu erneuern und dabei auch im Volumen zu vergrößern, zum anderen den Bereich von der Einmündung der Neunmorgenstraße in die L 110 bis zu Landesgrenze, die Ernstweilerstraße, überhaupt erstmals mit einem Abwasserkanal zu versehen. "Bisher wurde in diesem Bereich über eine Grube entsorgt", erklärte der zuständige Fachbereichsleiter Stadtentwässerung, Stephan Bentz, gestern.

Dieses neue Kanalsystem könnte in Teilen auch eine Entspannung in der Bewältigung von Oberflächenwasser im Bereich Kapplaneihof bedeuten. Dort hatte es in der Vergangenheit immer wieder Hochwasser nach Starkregen gegeben. Allerdings, so Roland Lupp einschränkend, "große Wassermassen, die bei außergewöhnlichen Niederschlägen vom Hang herunter kommen, können weiterhin nicht komplett bewältigt werden." Trotzdem, so Lupp: "Es wird eine Verbesserung dort geben."

Eine Million Euro lässt sich die Stadt die Arbeiten an den Entwässerungskanälen kosten, auf insgesamt 400 Meter werden die Rohre saniert oder erstmals gelegt. Dass man in Sachen Verkehr damit Einöd, nach der großen Baustelle des EVS, in diesem Bereich erneut belastet, ist den Verantwortlichen klar. Nicht zuletzt deswegen zeigt man sich transparent und bietet jeden Dienstag von zwölf bis 12.30 Uhr im Baubüro für Bürger die Möglichkeit, sich über Stand und Umfang der Baumaßnahme zu informieren. Stephan Bentz: "Zusätzlich suchen wir aber natürlich auch außerhalb dieser Sprechzeiten das Gespräch mit den Bürgern."

Den ersten Bauabschnitt, den Anschluss an die Anlage des EVS, hat man inzwischen hinter sich gebracht. Auch der Bauabschnitt zwei, der den Anschluss der Mühlklamm vorgesehen hat, "ist soweit fertig", so Roland Lupp. "Und der dritte Bauabschnitt, die Kanalarbeiten von der Neunmorgenstraße bis zu Landesgrenze, laufen derzeit."

An der Verkehrsführung der Baustelle soll sich bis kurz vor Schluss der Arbeiten nichts mehr ändern, lediglich "auf der Zielgeraden" wird die Straßenführung auf der L 110 zwischen Neunmorgenstraße und Landesgrenze gespiegelt um so die dort gelegenen Häuser an das neue Kanalsystem anzuschließen.

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