1. Saarland

Barrierefreier Wohnpark entsteht im Stadtzentrum

Barrierefreier Wohnpark entsteht im Stadtzentrum

St. Wendel. Wenn der Rohbau steht und das Dach erstellt ist, wird seit Jahrhunderten traditionell Richtfest gefeiert. Eine Rede, ein Richtbaum, Danksagungen, gegenseitiges Aufdieschulterklopfen. Diesen alten Brauch ehrten die Bauherren auch am Dienstag in der Mott. Dort nämlich, in der Mia-Münster-Straße 10, entsteht ein Wohnpark

St. Wendel. Wenn der Rohbau steht und das Dach erstellt ist, wird seit Jahrhunderten traditionell Richtfest gefeiert. Eine Rede, ein Richtbaum, Danksagungen, gegenseitiges Aufdieschulterklopfen. Diesen alten Brauch ehrten die Bauherren auch am Dienstag in der Mott. Dort nämlich, in der Mia-Münster-Straße 10, entsteht ein Wohnpark. Seit April wird fleißig gebaut, im März nächsten Jahres soll das Gebäude bezugsfertig sein.Doch vor dem ersten Spatenstich musste der Kampfmittelräumdienst anrücken, die Fläche auf Fliegerbomben untersuchen. Das Grundstück steht nämlich in Nähe des Bahnhofs, der während des Zweiten Weltkriegs Ziel alliierter Angriffe war. Gefunden wurde keine Altlast. Der Einsatz ist gesetzlich vorgeschrieben. Gesetzlich geregelt ist auch der Abstand zum fließenden Gewässer, um Hochwasserschäden zu vermeiden. Auch dies wurde laut Horst Schreiter, einem der Bauherren, eingehalten.

Die 18 neuen Wohnungen entstehen an der Blies. Diese seien bereits alle verkauft. "Teilweise wurden sie vom Plan weg erworben", sagte Horst Schreiter stolz. Dies sei seiner Meinung nach ein Vertrauensbeweis seitens der Käufer. Auch seien diese durch ihre Investitionen an dem drei Millionen Euro teuren Bau beteiligt gewesen. Mieten könne man aber noch einige Wohnungen (Kontakt: Schreiter und Kollegen, Telefon (0 68 51) 86 93 60).

Die Wohnräume richten sich laut Bauherren an Singles und junge Paare sowie an Senioren. Das Gebäude solle daher auch den Ansprüchen älterer Mitbürger Rechnung tragen, etwa durch Barrierefreiheit und einen Fahrstuhl. Schreiter: "Energetisch erfüllt das Haus die aktuellen Ansprüche. Auch ist es das erste Gebäude in der Stadt, das über Glasfaserleitungen verfügt."

Und Weiteres spräche für den Neubau. "Durch die zentrale Lage können die Mieter alle Veranstaltungen in der Stadt hautnah erleben. Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten sind leicht erreichbar", warb Schreiter für die Wohnungen.

Seine Gesellschaft habe in den vergangenen zehn Jahren etwa 100 Wohnungen im Innenstadtbereich gebaut, und dabei meistens auf regionale Firmen gesetzt. So auch dieses Mal. Schreiter: "So unterstützen wir auch die heimische Wirtschaft."