Bardenbach überwintert ohne Abstiegsangst

Bardenbach/Niederlosheim. Unterschiedlicher hätte der Saisonverlauf der Fußball-Frauenmannschaften vom SV Bardenbach und der FSG DJK Blau-Weiß Niederlosheim in der Regionalliga Südwest kaum sein können. Die Elf von der Prims platzierte sich unter Spielertrainerin Nadine Dillenburger im Mittelfeld. Für die Truppe aus der Losheimer Gemeinde war es als Aufsteiger die erwartet schwere Saison

 Der Krug ist halbleer: Nach der Hinserie ist die FSG DJK Niederlosheim abgeschlagen Letzter. Anlässe zum Jubeln, wie auf diesem Archivfoto zum Aufstieg in die Regionalliga, gibt es derzeit keine mehr. Foto: Brücker

Der Krug ist halbleer: Nach der Hinserie ist die FSG DJK Niederlosheim abgeschlagen Letzter. Anlässe zum Jubeln, wie auf diesem Archivfoto zum Aufstieg in die Regionalliga, gibt es derzeit keine mehr. Foto: Brücker

Bardenbach/Niederlosheim. Unterschiedlicher hätte der Saisonverlauf der Fußball-Frauenmannschaften vom SV Bardenbach und der FSG DJK Blau-Weiß Niederlosheim in der Regionalliga Südwest kaum sein können. Die Elf von der Prims platzierte sich unter Spielertrainerin Nadine Dillenburger im Mittelfeld. Für die Truppe aus der Losheimer Gemeinde war es als Aufsteiger die erwartet schwere Saison. Die FSG ist Schlusslicht.

Bardenbach hat nach 14 Spielen 19 Punkte, rangiert damit auf dem achten Platz bei zwölf Mannschaften. "Unter dem Strich hätte mehr herausspringen können, denn in einigen Spielen wurden wir für unseren Aufwand nicht mit den entsprechenden Toren belohnt. Gegen die erfahrenen Teams haben wir knappe Niederlagen kassiert", zieht Dillenburger Bilanz. Spielerisch habe ihre Mannschaft nahezu mit allen Gegnern mithalten können, dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung, die von der Torfrau bis zur Linksaußen reichte. "Entweder waren wir alle gut, oder aber auch alle schlecht", blick sie zurück.

Das überwiegend junge Team, das zuweilen mit B-Juniorinnen ergänzt wird, ist in vielen Spielsituationen nicht clever genug, lässt viel Kaltschnäuzigkeit vermissen. "Es fehlt noch an der Erfahrung", ist dieses Manko für die Spielertrainerin ganz selbstverständlich.

Dillenburger steht seit Saisonbeginn auf der sportlichen Kommandobrücke, nachdem sie im Spieljahr zuvor nur Spielerin war, die nach einem sechsjährigen Gastspiel beim 1. FC Saarbrücken zum Heimatverein zurückwechselte. "Die Mitspielerinnen haben meine Rolle akzeptiert und erkennen auch meine Autorität an", betont die 24-Jährige, die mit elf Treffern auch beste Torschützin ihrer Mannschaft ist.

Auch die Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Berater Guido Mey, Ex-Trainer der FCS-Frauen, ist hervorragend. Mey hilft bei den Spielen unterstützend an der Außenlinie. Während der Winterpause wird die Elf an keinem Hallenfußballturnier teilnehmen, sondern die Zeit bis zum Trainingsbeginn am 31. Januar zur Erholung nutzen. Es soll schließlich noch weiter nach oben gehen.

Nach oben gehen müsste es auch für Schlusslicht Niederlosheim. Aber der Klassenverbleib wird wohl ein unmögliches Unterfangen bleiben. Jetzt ist die FSG abgeschlagen Letzter, so dass die neue Saison in der Verbandsliga geplant werden kann. Primäres Ziel von Trainer Michael Kilburg ist es, junge Talente aus dem eigenen Nachwuchs zu fördern und für die nächste Saison in die Mannschaft einzubauen. Nach dem zweiten Spieltag hat er die Mannschaft von Trainerin Susanne Heger, die beruflich passen musste, übernommen. Und das ist schwer genug, denn seiner Mannschaft fehlt es derzeit an Quantität und Qualität.

"Vor Saisonbeginn haben uns einige Spielerinnen, die zugesagt hatten, hängen lassen. Dadurch wurden eigene junge Spielerinnen ins kalte Wasser geworfen, die erst allmählich aufgebaut werden sollten. Sie haben aber eine gute Entwicklung genommen, die man ihnen nicht zugetraut hätte", betont Kilburg.