1. Saarland

Banges Warten auf den Baubeginn

Banges Warten auf den Baubeginn

Rußhütte. Die Stadt Saarbrücken baut der Montessori-Schule Rußhütte ein Gebäude für die Nachmittagsbetreuung. Dort sollen nach Fertigstellung zwischen 80 und 100 Kinder betreut werden können. Rund 60 Kinder werden derzeit in Eigenregie des Elternvereins "Schulkinder-Koop" in den Nachmittagsstunden in einem Container betreut

Rußhütte. Die Stadt Saarbrücken baut der Montessori-Schule Rußhütte ein Gebäude für die Nachmittagsbetreuung. Dort sollen nach Fertigstellung zwischen 80 und 100 Kinder betreut werden können. Rund 60 Kinder werden derzeit in Eigenregie des Elternvereins "Schulkinder-Koop" in den Nachmittagsstunden in einem Container betreut. Die Schulleiterin und die Eltern sitzen daher auf heißen Kohlen. Sie warten, dass es endlich losgeht. Über hundert Kinder ständen bereits auf einer Warteliste, erzählt Jürgen Trouvain, Vorstandsmitglied von Schulkinder-Koop. Viele Eltern melden ihre Kinder schon an deren vierten Geburtstag an, um einen Platz in der Nachmittagsbetreuung zu ergattern. Seine Kollegin im Vorstand, Anne Müller, zweifelt allerdings, dass noch in diesem Jahr mit den eigentlichen Bauarbeiten begonnen wird. Sie hat bereits vor einiger Zeit eine Anfrage diesbezüglich an Erik Schrader geschickt, den Vorsitzenden des Schulausschusses des Saarbrücker Stadtrates. Doch bis heute hätte sie keine Antwort erhalten, sagt Müller.Erik Schrader beruhigt auf SZ-Anfrage die Gemüter. "Alles läuft nach Plan. Wir gehen davon aus, dass in den Sommerferien die geplanten Abrissarbeiten auf dem Grundstück begonnen werden." Dass alles momentan etwas zögerlich vorangeht, begründet Schrader mit: "Was gut sein soll, braucht halt ausreichend Zeit in der Vorbereitung". Nicht nach Plan entwickeln sich indes die Baukosten. Ende November gab die Stadt noch Kosten von rund 1,2 Millionen Euro an. Heute rechnet Schrader mit Kosten zwischen 1,7 und zwei Millionen Euro. "Als die Planer vor drei Jahren mit dem Projekt begannen, wurden noch nicht der Erwerb des alten Gebäudes und die Abrissarbeiten eingerechnet. Zudem entstehen zusätzliche Kosten für den Vorplatz. Auch die neue Energiesparverordnung schaffe Kosten, die vor drei Jahren noch nicht einzuplanen waren", sagt Schrader. Wenn alles nach seinem derzeitigen Plan läuft, können die Kinder im Schuljahr 2013/14 in das neue Gebäude einziehen.