Balljunge berichtet: Psychotricks halfen Boris Becker nicht weiter

Saarbrücken/Marpingen. Es ist 15 Uhr, und die Vorbereitungen für den heutigen Beckerations-Cup sind so gut wie abgeschlossen. Jetzt müssen sich die Ballkinder, Linienrichter und der Oberschiedsrichter in ihren Kabinen auf den Schaukampf einstellen

Saarbrücken/Marpingen. Es ist 15 Uhr, und die Vorbereitungen für den heutigen Beckerations-Cup sind so gut wie abgeschlossen. Jetzt müssen sich die Ballkinder, Linienrichter und der Oberschiedsrichter in ihren Kabinen auf den Schaukampf einstellen. Wie sind die Vorbereitungen im Detail abgelaufen? Zuerst waren wir wie bei jedem Beckerations-Cup in unserem gewohnten Ballkinder- und Linienrichterraum. Dort haben wir die Kleidung anprobiert und daraufhin den Einmarsch mit dem Spalier in der Halle geprobt. Es wurden Gruppen mit jeweils sechs Ballkindern zusammengestellt und vertraut gemacht, bevor es nach kurzem Warten endlich losging. Nach langem Warten für die Zuschauer kamen beide Becker auf den Platz. Nun begann der große Beckerations-Cup, auf den alle so lange gewartet und sich vorbereitet haben. Beide lieferten sich ein spannendes und temporeiches Spiel. Auf die Psychotricks des Old-Stars Boris reagierte der Young-Star gelassen und sein Sieg rückte in greifbare Nähe. Letztendlich schlug Benjamin B. Boris B. mit 6:3; 6:4. Von diesem Spiel waren nicht nur die Zuschauer sondern auch die mitwirkenden Kräfte und Boris Becker fasziniert. Wie hat das Einzel zwischen Boris und Benjamin Becker auf Dich gewirkt? Es war sehr spannend und interessant den alten gegen den jungen Becker spielen zu sehen, weil man nicht voraussagen konnte, wer von den beiden "Beckers" wohl gewinnt. Nach einer kurzen Pause ging es dann mit dem Beckerations-Cup weiter. Die nächsten Stars traten zum Doppel an. Es spielten Becker-Becker gegen Leconte-Muster(-Bahrami). Doch es wurde noch mehr geboten. Der Stargast Bahrami verzückte alle Tennisfans mit witzigen Einlagen. Welchen Eindruck hattest du vom Doppel? ``Ich war fasziniert davon, weil ich noch nie in meinem Leben so viele Tricks und geniale Einlagen, vor allem von Bahrami, gesehen habe. Es hat auch richtig Spaß gemacht, ihnen vom Platz aus zuzusehen und ihnen ganz nahe zu sein. Wie hast Du den Beckerations-Cup insgesamt aus Deiner Sicht erlebt? ``Es war klasse. Die Matches waren lustig und spannend zugleich. Außerdem war es ein tolles Erlebnis dabei zu sein und den Stars so nahe zu kommen, anstatt sie nur dauernd im Fernsehen zu erleben. Wie hast Du Boris Becker persönlich erlebt? ``Boris Becker war entspannter als beim letzten Mal. Aber nicht so gut fand ich, dass er sich bei uns, seinem "Personal", nicht bedankt hat. Auf dem Platz war er, so schien es, gut gelaunt. Backstage aber hat man sehr wenig von ihm gesehen. Wie lange bist Du schon Balljunge? ``Ich bin seit 2001 als Ballkind im Saarland aktiv bei den deutschen Meisterschaften dabei. Da war ich gerade sieben Jahre alt. Dann wurde ich 2005 gefragt beim 1.Beckerations-Cup als Ballkind mitzumachen. Seitdem habe ich jeden Cup mitgemacht. Warst Du den Stars richtig nahe? ``Auf dem Platz standen wir den Stars gegenüber, aber hinter den Kulissen zogen sie sich zurück. Nach dem Spiel konnten wir auch nur einfache Autogramme bekommen wie jeder andere. Es fand danach auch noch eine After-Show-Party statt, die nur von VIP-Gästen besucht werden konnte. Wie fandest Du überhaupt die anderen Tennisstars, wie Thomas Muster, Henri Leconte " der geniale Tennisclown"? ``Beide Spieler waren einfach umwerfend. Ihre Einlagen und kämpferischen Leistungen waren sensationell. Dadurch wurde das Doppel interessant.Benjamin Becker, fand ich, war der stärkste von allen, und zeigte allen, dass er auch in der Lage ist, einen Boris Becker besiegen zu können. Würdest Du gerne noch einmal an einem Beckerations-Cup mitwirken? ``Ja, auf jeden Fall. Es ist einfach großartig, die Stars hautnah zu erleben und eine tragende Rolle in einem solchen Turnier zu spielen. von Noah Heilmann, Jens Heinen und Leon Rodener, Klasse 8bL, Arnold-Janssen-Gymnasium