Auch Regionalverkehr im Saarland betroffen: Bahn-Warnstreik legt auch regionalen Zugverkehr weitgehend lahm

Auch Regionalverkehr im Saarland betroffen : Bahn-Warnstreik legt auch regionalen Zugverkehr weitgehend lahm

Streiks vor allem in Stellwerken haben den Bahnverkehr auch in der Region massiv behindert. Zehntausende Pendler und Reisende warteten am Morgen vergeblich auf ihre Züge.

Der bundesweite Warnstreik bei der Deutschen Bahn hat auch den Regionalverkehr in Rheinland-Pfalz und im Saarland weitgehend zum Stillstand gebracht. Nur noch vereinzelt konnten am Montagmorgen Züge fahren, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn mitteilte. Zu dem Warnstreik zwischen 5.00 und 9.00 Uhr hatte die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) aufgerufen. Die Bahn rechnete aber auch noch für den restlichen Tagesverlauf mit massiven Einschränkungen für den Zugverkehr.

Der Rhein-Main Verkehrsverbund hatte schon am frühen Morgen den Betrieb aller neun S-Bahn-Linien im Rhein-Main-Gebiet eingestellt, darunter auch die S8 über Mainz. In Rheinland-Pfalz und im Saarland wurde nach Angaben der Bahn die Mehrzahl der Stellwerke bestreikt. Ein geregelter Zugverkehr sei nicht mehr möglich, hieß es. Die genaue Zahl der bestreikten Stellwerke in den beiden Bundesländern war zunächst unklar.

Nach Angaben der EVG waren Schwerpunkte des Streiks in Trier, Koblenz/Mayen, Mainz, Bad Kreuznach/Bingen, Kaiserslautern und Worms. Hintergrund dafür ist, dass bei der Tarifrunde für rund 160 000 Beschäftigte bei der Bahn am Samstag der erhoffte Durchbruch nicht gelungen war. Im Streit um die Lohnerhöhung gingen der Konzern und die Gewerkschaft EVG auseinander.

Die Bahn stellte am Montagmorgen bundesweit den Fernverkehr komplett ein. Ein Sprecher empfahl Reisenden dringend, ihre Reisen auf den Dienstag zu verschieben. Im Fernverkehr sollen alle für Montag gekauften Tickets bis zum kommenden Sonntag gültig bleiben. Für bestimmte Spartickets wird zudem die Zugbindung aufgehoben. Im Fall von Reiseabsagen wegen des Warnstreiks sind Erstattungen von Tickets und Reservierungen geplant.

(dpa)