1. Saarland

Bären aus dem ganzen Land

Bären aus dem ganzen Land

Hassel. Gegen Ende der ersten Hasseler Puppen- und Bärenbörse ließ der Besucherstrom zwar nach, doch insgesamt ist Organisatorin Andrea Altmeyer vom Bären-Club Hassel sehr zufrieden

Hassel. Gegen Ende der ersten Hasseler Puppen- und Bärenbörse ließ der Besucherstrom zwar nach, doch insgesamt ist Organisatorin Andrea Altmeyer vom Bären-Club Hassel sehr zufrieden. "Es waren ständig Leute da und es gab keinerlei Beschwerden", erzählte sie und freute sich, dass sie für ihren klitzekleinen handgefertigten Teddy in einer Nussschale endlich die geeignete Kleidung gefunden hat: ein helles Strickkleidchen mit einer Blume. Doch das ist nicht verwunderlich, denn das Angebot der 44 Aussteller war riesig. Da gab es nicht nur Puppen und Bären aller Art, sondern auch das entsprechende Zubehör wie Ranzen und Brille, aber auch Puppenbausätze, Bärenprototypen und die passenden Sets zum Selbermachen. Kleidung sah man in riesiger Vielfalt auf Tischen und an Ständern und natürlich die Protagonisten dieses Events in zahlreichen Varianten. In aufwendiger Handarbeit eigenhändig hergestellt oder von einem der bekannten Produzenten wie Steiff (mit dem Knopf im Ohr), Hermann oder Schildkröt - moderne Exemplare und historische mit hohem Sammlerwert. Und wer so durch die Halle schlenderte, der konnte feststellen, dass jedes Exemplar mit einem anderen Gesicht und einem individuellen Ausdruck ausgestattet ist, der mitunter auch an Bekannte oder an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens erinnert.Aus Raesfeld im Kreis Borken war Edeltraud Niehüser mit ihren handgearbeiteten Waldorfpuppen, mit Teddys und Puppenkleidung angereist. Vor vierzig Jahren habe sie gelernt, wie man diese speziellen Puppen aus Naturmaterialien herstellt, und damit ein Hobby gefunden, das bis heute ihre Lieblingsbeschäftigung ist. Vielen der anderen Aussteller erging es ebenso und wie sie ist auch die Frau aus Nordrhein-Westfalen an den Wochenenden häufig auf Puppen- und Bärenbörsen vertreten. Hier habe sie "mit nichts gerechnet" und war dann doch "fürs erste Mal sehr zufrieden". Ähnlich äußerte sich Reginald Blümmel vom gleichnamigen Bärenstübchen in Mannheim-Seckenheim, während Monika Klier aus Bad Homburg sich eher unentschieden zeigte. Sie war mit Teddys und Puppen, aber auch mit Bausätzen für beide angereist, während ihr Mann handgearbeitete Bollerwagen, Sitzbänke, Schaukelpferde und Ähnliches für die kleinen und größeren Lieblingsstücke mitgebracht hatte.

Doch die Besucher waren überzeugt und begeistert von dem breit gefächerten Angebot, das auch Fachzeitschriften, Bären-Patchwork, Bärenlikör, Bärenschnaps und Bärengemälde umfasste. Ingrid Blatt aus Hassel war besonders fasziniert von dem, "was die Leute in Handarbeit so alles herstellen". Das konnte ihr Mann Günter nur bestätigen und fügte hinzu, dass "es fürs erste Mal ein großer Erfolg ist". So fragte wohl auch er sich, ob es diese Börse denn ein zweites Mal geben werde. "Auf alle Fälle wird sie nochmals stattfinden", ließ Andrea Altmeyer verlauten, doch wann? Das wisse sie noch nicht. "Das müsse sich alles erst einmal setzen", gab sie zu bedenken und begnügt sich vorerst ganz einfach mit dem guten Ergebnis.