Autos für die Barmherzigkeit

Autos für die Barmherzigkeit

Alt-Saarbrücken. Sie kümmern sich um die, denen die Schulmedizin nicht mehr helfen kann: die ehren- und hauptamtlichen Kräfte des St. Jakobus-Hospizes. Mit der "spezialisierten ambulanten Palliativversorgung" (SAPV) ermöglichen sie es Todkranken, in ihrer häuslichen Umgebung bis zum Tod menschenwürdig, möglichst schmerzfrei und symptomarm zu leben

Alt-Saarbrücken. Sie kümmern sich um die, denen die Schulmedizin nicht mehr helfen kann: die ehren- und hauptamtlichen Kräfte des St. Jakobus-Hospizes. Mit der "spezialisierten ambulanten Palliativversorgung" (SAPV) ermöglichen sie es Todkranken, in ihrer häuslichen Umgebung bis zum Tod menschenwürdig, möglichst schmerzfrei und symptomarm zu leben.

"Gerade weil es ambulant ist und unsere Teams auf fahrbare Untersätze angewiesen sind, braucht das Hospiz viel Geld", sagt Rita Waschbüsch, die Vorsitzende des Hospiz-Fördervereins. Sie überreichte Paul Herrlein, dem Geschäftsführer der Hospiz-Gesellschaft, einen Scheck über 20 000 Euro. Spenden sind eine der Finanzierungssäulen für das St. Jakobus-Hospiz, das sich außerdem aus der Honorierung ihrer Leistungen durch die gesetzlichen Krankenkassen und durch ehrenamtliche Hilfe finanziert.

Der Förderverein macht hier ein Auto des St. Jakobus-Hospizes fahrbereit. Der Verein unterstützt die Arbeit des Hospizes mit einer Spende von 20 000 Euro. Foto: Rolf Ruppenthal.

Weil seit Jahresbeginn ein gesetzlicher Anspruch auf Palliativpflege besteht, kümmern sich 55 Haupt- und Ehrenamtliche um 440 Patienten. Beim St. Jakobus-Hospiz besteht ein Team aus einem Arzt, Pflegern und Sozialarbeitern. Pflegerin Hanna Fischer: "Für die Patienten sind wir 24 Stunden in Rufbereitschaft, im Durchschnitt kümmern wir uns 28 Tage um einen Patienten." In der Öffentlichkeit sei die Arbeit des ambulanten Hospizdienstes nur wenig bekannt, meint Herrlein. "Zum einen, weil das kein Thema ist, über das man gerne spricht, zum anderen, weil viele Menschen glauben, es gibt nur das stationäre Hospiz." Dass ein Hospiz so gut wie alle Patienten durch den Tod verliert, liegt in der Natur der Sache. Dennoch lässt sich der Erfolg des Hospizdienstes offenbar messen. Herrlein: "Wir sehen es als Erfolgsquote, dass mehr als 90 Prozent der von uns betreuten Patienten nicht im Krankenhaus sterben."