1. Saarland

Autobahn-Kleeblatt favorisiert

Autobahn-Kleeblatt favorisiert

Homburg. Für den Homburger Teil des Zunderbaumes gibt es jetzt einen Bebauungsplan. Der Stadtrat gab am Donnerstagabend grünes Licht. Damit hat der Rat den Startschuss gegeben, dass hier ein Industrie- und Gewerbegebiet entstehen kann. Für Oberbürgermeister Karlheinz Schöner bedeutet die Aufstellung des Planes eine Art "Sicherung der Fläche"

Homburg. Für den Homburger Teil des Zunderbaumes gibt es jetzt einen Bebauungsplan. Der Stadtrat gab am Donnerstagabend grünes Licht. Damit hat der Rat den Startschuss gegeben, dass hier ein Industrie- und Gewerbegebiet entstehen kann. Für Oberbürgermeister Karlheinz Schöner bedeutet die Aufstellung des Planes eine Art "Sicherung der Fläche". Bis hin zur Erschließung sei es noch ein weiter Weg, Homburg wolle sich aber stark in die Planungen einbringen. Einen Schwerpunkt will die Stadt dabei auf die Verkehrsanbindung legen. Bekanntlich gehört der größte Teil des Zunderbaumes zur Gemeinde Kirkel. Schöner: "Es muss jedem klar sein, dass der Verkehr nicht ausschließlich über die Bundesstraße 423 geleitet werden kann."SPD-Fraktionsvorsitzender Hans Felden erinnerte daran, dass es eine alte Forderung seiner Partei sei, den Autobahnanschluss als Kleeblatt auszubauen. "Die Planungen bringen uns nun einen Schritt näher." Grünen-Sprecher Winfried Anslinger sprach sich ebenfalls für den Autobahn-Anschluss aus, stellte aber eine Bedingung: "Von unserer Zustimmung hängt ab, ob die riesige Waldfläche, die dem Anschluss zum Opfer fallen wird, an anderer Stelle ausgeglichen wird."Der Stadtrat war sich ebenfalls einig, für das Grundstück an der Ecke Tal-/Gerberstraße ein Vorkaufsrecht in Anspruch zu nehmen. Falls es dem holländischen Investor bis 30. September 2009 nicht gelingen sollte, hier wie geplant ein neues Geschäftshaus zu errichten, fällt das Grundstück komplett an die Stadt, die dieses dann weiter vermarkten kann (wir berichteten). Hans Felden: "Ich finde es richtig, den Leuten klar zu sagen, was Sache ist." Es werde Zeit, dass hier endlich etwas geschehe. Alle Verzögerungen auf die Finanzkrise zu schieben, wie dies der Investor tue, sei zu kurz gesprungen. Axel Ulmcke (FWG) bedankte sich ausdrücklich bei der Stadtspitze, "die die Verträge im Vorfeld so abgefasst hat, dass wir etwas unternehmen können". Stehen beim Vauban Carrée die Zeichen derzeit auf Rot, gibt es für die Bewohner der Innenstadt dennoch eine Neuigkeit: Bei einer Gegenstimme und drei Enthaltungen wurden die Kasernenstraße und ein Teilstück der Schulstraße in "La-Baule-Platz" umbenannt. Um mit der Kasernenstraße nicht einen Straßennamen mit möglicherweise historischem Bezug zu verlieren, war zunächst der Denkmalpfleger gefragt. Der stellte fest, dass die den La-Baule-Platz einrahmenden Gebäude definitiv keine Kasernenbauten aus der Vaubanzeit waren. Damit stand einer Umbenennung nichts im Wege.