1. Saarland

Ausstellungen im Schloss Fellenberg verlängert

Ausstellungen im Schloss Fellenberg verlängert

Das Schloss Fellenberg hat nicht nur äußerlich Schönes zu bieten, sondern auch innen drin. Das aufwändig renovierte Herrenhaus dem 19. Jahrhundert wurde im Jahr 1980 als Museum eröffnet. Vormals diente das Schloss als Landratsitz, als Altenheim und als Wöchnerinnenstation. Seit der Nutzung als Museum wurde Fellenberg im Jahr 2000 umgebaut und erweitert

Das Schloss Fellenberg hat nicht nur äußerlich Schönes zu bieten, sondern auch innen drin. Das aufwändig renovierte Herrenhaus dem 19. Jahrhundert wurde im Jahr 1980 als Museum eröffnet. Vormals diente das Schloss als Landratsitz, als Altenheim und als Wöchnerinnenstation.

Seit der Nutzung als Museum wurde Fellenberg im Jahr 2000 umgebaut und erweitert. Neben der regionalgeschichtlichen Abteilung zur Geschichte von Merzig-Wadern werden auch Wechselausstellungen gezeigt. Die ungewöhnlichen Ausstellungsräume im Erd- und Untergeschoss bestehen zum Teil noch aus mittelalterlichen Gewölben. Das kurzweilige Ausstellungsprogramm beinhaltet Werke bedeutender Künstler wie zum Beispiel Hermann Hesse, Janosch, Monika von Boch, Paul Schneider, Heinrich Mann, Picassos Frauen - Cocteaus Männer oder Edgar Jené. Zurzeit im Museum Schloss Fellenberg zu sehen sind die Ausstellungen von Gisela Zimmermann und Jupp Schwindling, die wegen der großen Nachfrage bis zum 22. August verlängert wurden. Zimmermanns Malerei bewegt sich zwischen Abstraktion und Landschaft, stellt aber immer Räumliches dar. Die zweite Ausstellung rund um den Merziger Künstler Jupp Schwindling (1912 - 1957) widmet sich dessen Skulpturen und Zeichnungen. Schwindling ging neben seiner Tätigkeit bei Villeroy und Boch der freien Kunst nach. Sein bevorzugtes Arbeitsmaterial war Terrakotta, da er mit dem empfindlichen Material seine Ideen schnell umsetzen konnte. Seine bevorzugten Motive waren die Form des Menschen und Tiergruppen. Auch die berühmte Eisbärengruppe des Merziger Schwimmbads wurde von Jupp Schwindling kreiert. Leider ist die Tiergruppe nicht mehr vollständig erhalten, da ein Eisbär während des Zweiten Weltkriegs irreparabel zerstört wurde. Während der Ausstellung, die bis zum 22. August verlängert wurde, kann man zur Erinnerung eine Miniaturvariante des Eisbärs erstehen.

Wer dann nach dem Museumsbesuch noch etwas frische Luft schnappen möchte, der kann sich im Garten der Künste im schönangelegten Park des Schlosses die Beine vertreten. Dort sind Skulpturen bekannter saarländischer Bildhauer und Künstler wie Leo Kornbrust, Liselotte Netz-Paulik, Heinz Oliberius, Paul Schneider, Thomas Link und Gerard Höweler zu sehen. saw