1. Saarland

Aus für Solarstrom-Projekte befürchtet

Aus für Solarstrom-Projekte befürchtet

Saarbrücken. Saarbrückens Umweltdezernent Kajo Breuer fürchtet, dass die jüngsten Beschlüsse der Bundesregierung zur Änderung des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) sich in Saarbrücken negativ auswirken werden. "In Saarbrücken haben wir zum Jahresende über 17,7 Megawatt (MW) Solarstromanlagen am Netz gehabt, davon vier Megawatt in einer Freiflächenanlage

Saarbrücken. Saarbrückens Umweltdezernent Kajo Breuer fürchtet, dass die jüngsten Beschlüsse der Bundesregierung zur Änderung des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) sich in Saarbrücken negativ auswirken werden. "In Saarbrücken haben wir zum Jahresende über 17,7 Megawatt (MW) Solarstromanlagen am Netz gehabt, davon vier Megawatt in einer Freiflächenanlage. Wir nutzen derzeit erst 4,7 Prozent der geeigneten Dächer, die wir in einer Potenzialstudie ermittelt haben", sagt Breuer, der viele weitere geplante Projekte gefährdet sieht. "Wenn wir in Saarbrücken unser Solarpotenzial nutzen wollen, mit dem wir immerhin 25 Prozent unseres Strombedarfs decken könnten, dann brauchen wir vorhersehbare Vergütungsabsenkungen." Zudem müsse die Vergütung in vielen kleinen Schritten abgesenkt werden und nicht, wie von der Bundesregierung beabsichtigt, um mehr als 30 Prozent auf einen Schlag.Breuer fordert deshalb die saarländische Landesregierung auf, im Bundesrat die beabsichtigte Änderung des EEG zusammen mit den übrigen Ländern zu verhindern und stattdessen einen Weg mit Augenmaß zu forcieren. Sonst würde das ohnehin schwindende Vertrauen der Wirtschaft in die deutsche Energiepolitik restlos zerstört. red