1. Saarland

Augen schließen und träumen von den legendären Musikern

Augen schließen und träumen von den legendären Musikern

Völklingen. Die Augen schließen und von den Originalen träumen - das war beim Erzrock am Samstagabend in der Gebläsehalle des Weltkulturerbes Völklinger Hütte gleich zwei Mal möglich

Völklingen. Die Augen schließen und von den Originalen träumen - das war beim Erzrock am Samstagabend in der Gebläsehalle des Weltkulturerbes Völklinger Hütte gleich zwei Mal möglich. Zunächst bei der Marburger Gruppe Purple, die als Deep-Purple-Cover-Gruppe erfolgreich unterwegs ist, dann beim saarländischen Pink-Floyd-Project, das die legendäre Musik der britischen Kult-Rockband fast genau kopiert. Zusammen mit der Nachwuchsgruppe "Les Street Gones" aus Lyon bereiteten sie rund 1000 Gästen einen tollen Konzertabend. Weil die beiden Coverbands beim Erzrock bereits alte Bekannte sind, waren die jungen Franzosen wohl für die meisten Gäste die Überraschung des Abends. Am meisten verblüfften wohl die Jüngsten: Luc Garcia, der mit neun Jahren die Schießbude der Band bedient wie ein Großer, und der zehnjährige Gitarrist Antoine Cartien, der manch hörenswertes Solo aus seinem Instrument zauberte. Da spendete so mancher staunend Applaus. Jede Menge Gas gaben die Purples zu Beginn. Frontman Ronny Moucka gab den "Speed king" und den "Black Knight" und erwies sich als glänzender Sänger und schmeichelnder Entertainer. Gitarrist Gerhard Eismann krönte sein Spiel mit einer Fender-Jonglage, bei der er selbstverständlich weiter sein Solo spielte. Zwillingsbruder Werner beherrschte nicht nur seinen Bass, sondern lieferte sich auch mit Gerhard das legendäre Purple-Duell: Stimme gegen Solo-Gitarre. Beeindruckend dann das Pink-Floyd-Projekt mit Erzrockmacher Jürgen Thiel an der Leadgitarre. Zwei Schlagzeuge, ein Background-Chor, eine klasse Lichtshow und sogar auf eine Leinwand projizierte Filmsequenzen aus echten Pink-Floyd- Werken, das ließ kaum Wünsche offen. Sänger Frank Altpeter gab dem Ganzen seine Stimme, Thiel ließ die weiße Fender Stratocaster heulen wie eine singende Säge - klasse. Und weil die tolle Show mehrere Stunden dauerte, gönnte sich das Project auch eine kurze Pause. Höhepunkt des ersten Teils: als sich die Spannung in einem einzigen Satz aus mehr als tausend Kehlen mit einem einzigen Mal entlud: "Hey, Teachers, leave us Kids alone." Im zweiten Teil gab es überwiegend Titel von "Dark Side of the Moon", emotionaler Höhepunkt war die Ballade "Wish you were here".