1. Saarland

Aufstiegstraum platzte wie eine Seifenblase

Aufstiegstraum platzte wie eine Seifenblase

Bexbach. Am vergangenen Samstag zerplatzte für die Billardspieler des PBC Fortuna Bexbach der Traum vom Aufstieg in die Erste Pool-Bundesliga wie eine Seifenblase. Als Tabellenzweiter der Zweiten Liga Süd standen sie in Walldorf dem Vize-Meister aus der Nord-Gruppe, BCBB Bergisch Gladbach, in einem Relegationsspiel gegenüber

Bexbach. Am vergangenen Samstag zerplatzte für die Billardspieler des PBC Fortuna Bexbach der Traum vom Aufstieg in die Erste Pool-Bundesliga wie eine Seifenblase. Als Tabellenzweiter der Zweiten Liga Süd standen sie in Walldorf dem Vize-Meister aus der Nord-Gruppe, BCBB Bergisch Gladbach, in einem Relegationsspiel gegenüber. Bei einer zwischenzeitlichen 3:1-Führung holten die Bexbacher Fans bereits die Sektflaschen aus dem Bus, aber am Ende drehte Bergisch Gladbach noch den Spieß um und triumphierte mit 4:3. Danach brachen beim Aufsteiger in die Erste Bundesliga die Jubelstürme los, während die Bexbacher in tiefe Depressionen verfielen. "Das ist schon verdammt bitter, wenn du so kurz vor dem Aufstieg stehst und dann doch noch abgefangen wirst. Diese Niederlage müssen wir natürlich erst einmal verarbeiten. Andererseits dürfen wir auch stolz auf unseren Erfolg sein, denn die Vize-Meisterschaft in der Zweiten Bundesliga war so nicht zu erwarten", erklärte Bexbachs Mannschaftskapitän Ralf Wack. Im ersten Spiel des Tages standen sich Bexbachs amtierender deutscher Meister Daniel Schwerdtfeger und Klaudio Kerec in der Disziplin 14/1 gegenüber. Der Saarländer ließ seinem Gegner beim 125:100-Erfolg nicht den Hauch einer Chance. Wenig später stand es bereits 2:0 für den PBC, denn Jörg Kohl bezwang Markus Dahn in einem wahren Acht-Ball-Krimi mit 7:6. Er lag dabei bereits mit 0:2 und 2:4 in Rückstand, ehe er doch noch auf die Siegesstraße einbog. Nun war erstmals Ralf Wack an der Reihe. "Ich lag im Neun-Ball gegen Emrah Güvenc von Beginn an in Rückstand und fand einfach nicht zu meinem gewohnten Spiel", meinte Wack, der mit 6:9 unterlag. Im Anschluss an diese Partie wurde es wieder richtig spannend: Sebastian Staab lag im Neun-Ball gegen Mathias Blees bereits mit 0:5 in Rückstand, spielte dann erstklassiges Billard und siegte noch mit 9:8. Nach der Vorrunde hatten die Saarländer also bei einer 3:1-Führung alles selbst in der Hand. Es fehlte nur noch ein einziger Punkt zum großen Triumph. Schwerdtfeger wollte im Neun-Ball gegen Kerec alles klar machen, scheiterte jedoch an den eigenen Nerven und ging mit 1:9 baden. Als dann auch Wack in seinem zweiten Spiel patzte, stand es plötzlich 3:3. Er verlor im Acht-Ball gegen Güvenc deutlich mit 1:7. Nun waren also alle Augen auf Sebastian Staab gerichtet, der im alles entscheidenden Spiel Mathias Blees aus Bergisch Gladbach im 14/1 gegenüberstand. Dazu Wack: "Sepp lag mit 5:50 zurück, ging dann mit 98:80 in Führung, ehe er eine zu schwere Variante wählte. Er hätte diesen Ball auf Sicherheit spielen müssen. So kam wieder sein Gegner an die Reihe und machte den Sack zu." Allerdings bleibt den Bexbachern jetzt nicht viel Zeit zur Trauer, denn bereits im November startet die neue Saison der Zweiten Bundesliga Süd. Am 22. November gastieren die Saarländer um 14 Uhr beim PBC München-West. Die weiteren Gegner im deutschen Billard-Unterhaus sind Astoria Walldorf, BC Feuersee, PB Feuerbach, PBC Aalen, PBC Schwerte und PBC Trier. "Trier hat sich enorm verstärkt und ist der große Aufstiegsfavorit. Aber auch wir wollen erneut ein gewichtiges Wörtchen um die Meisterschaft mitsprechen", verspricht Wack den Fans. Auch im Snooker gehen die Bexbacher in der Zweiten Liga an den Start. Dort steht am 15. November das erste Spiel auf dem Programm. Um 12 Uhr empfängt der PBC die BG Balhaus Rumeln. Im Snooker peilen die Saarländer den Klassenverbleib an.