1. Saarland

Auf ein Wort, ihr Wahlkämpfer

Auf ein Wort, ihr Wahlkämpfer

Liebe Politiker, liebe Wahlkämpfer, lassen Sie mich ein offenes Wort an Sie richten: In den vergangenen Wochen hatten wir Tag für Tag das Vergnügen mit Ihnen, konnten uns an Ihrem Antlitz erfreuen oder uns Gedanken über die Parolen machen, die sie uns auf mehr oder weniger großen Plakaten entgegenschmetterten. Manches, was da geschrieben stand, war nur schwer erträglich, manches kaum verständlich, manches schlichtweg fade und langweilig.

Das meiste auf jeden Fall eine Zumutung für jeden wachen Verstand. Und dennoch haben wir es akzeptiert, weil wir ja wissen, um was es für Sie ging: Sie wollten in den Bundestag einziehen (manch einer auch nur ins Merziger Rathaus) bei der großen Wahl am vergangenen Sonntag. Die ist jetzt vorbei - und wir müssen feststellen, dass Sie immer noch da sind. Respektive Ihre Plakate. Nicht alle, aber immer noch jede Menge. Das muss nun wirklich nicht sein. Die Wahlen sind vorbei, wir Wähler geben nun Ruhe bis zum nächsten Urnengang und müssen nicht von Ihren Parolen wachgerüttelt werden. Also tun Sie uns den Gefallen und geben Straßenränder, Laternenpfosten und Brückengeländer wieder frei. Damit wir die kurze plakatfreie Pause bis zu den Kommunal- und Europawahlen im nächsten Jahr genießen können.