Auf Dora ist im Jungenwald Verlass

Auf Dora ist im Jungenwald Verlass

Brotdorf. Das Rückepferd Dora der Firma Embacher hilft im Waldgut Jungenwald bei Brotdorf in der aktuellen Einschlagsperiode beim Holzeinschlag. Dieser erfolgt ausschließlich durch qualifizierte Forstwirte, und schwere Baumstämme werden boden- und baumschonend durch Spezialmaschinen mit Seilwinden gerückt

Brotdorf. Das Rückepferd Dora der Firma Embacher hilft im Waldgut Jungenwald bei Brotdorf in der aktuellen Einschlagsperiode beim Holzeinschlag. Dieser erfolgt ausschließlich durch qualifizierte Forstwirte, und schwere Baumstämme werden boden- und baumschonend durch Spezialmaschinen mit Seilwinden gerückt. In den vergangenen Jahren konnten allerdings nur Teilmengen der eingeschlagenen Hölzer mit Pferden vorgerückt werden. Seit Dezember vergangenen Jahres jedoch verrichtet Rückepferd Dora ununterbrochen seine boden- und baumschonende Arbeit und macht es möglich, dass der gesamte Jahreseinschlag per Pferd gerückt werden kann."Durch die besonders naturnahe Arbeitsweise sind alle Voraussetzungen für eine Zertifizierung des Waldes erfüllt, doch der bedauerliche Glaubwürdigkeitsverlust der Waldzertifizierungssysteme hat uns davon abgehalten. Wir wollen auch zukünftig besser arbeiten als das, was schwache Waldzertifikate versprechen", sagte Waldgut-Treuhänder Klaus Borger. Weiterer Vorteil der naturnahen Bewirtschaftung des Waldes sei, dass die Erholung der Waldböden soweit fortgeschritten sei, dass auf eine Waldkalkung verzichtet werden könne.

"Wenn Wildverbiss ausgeschlossen wird, Waldböden schonend behandelt werden und möglichst viele Holzreste im Wald belassen werden, erholen sich die Bodenzustände erheblich und es kann auf die teuere Waldkalkung, die für das Waldökosystem eine Schockwirkung bedeutet und viele Organismen dauerhaft schädigt, verzichtet werden", führte Borger weiter aus.

Diese schonende Waldwirtschaft wird durch das Klimawald-Programm Saar gefördert, ein Förderprogramm, das die letzte Landesregierung ins Leben gerufen hat und das von der jetzigen Landesregierung weitergeführt wird.

Informationen zum Förderprogramm beim Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, Oberste Waldbehörde, Tel. (06 81) 5 01 42 71 oder bei der Forstbetriebsgemeinschaft Merzig-Wadern.