Auf der Kirmes, da hat's plötzlich gefunkt

Auf der Kirmes, da hat's plötzlich gefunkt

Dudweiler. Sie sind gemeinsam durch dick und dünn gegangen, haben drei Kinder groß gezogen - Axel (59), Gerd (56) und Martina (40) - und ein Haus gebaut. "Wir haben nie viel gehabt und waren dennoch immer zufrieden. Wir haben uns alles erarbeitet und haben immer zusammengehalten. Wir sind keinen Abend schlafen gegangen, ohne uns gute Nacht zu sagen", sagt Käthe Lebedeff (79)

Dudweiler. Sie sind gemeinsam durch dick und dünn gegangen, haben drei Kinder groß gezogen - Axel (59), Gerd (56) und Martina (40) - und ein Haus gebaut. "Wir haben nie viel gehabt und waren dennoch immer zufrieden. Wir haben uns alles erarbeitet und haben immer zusammengehalten. Wir sind keinen Abend schlafen gegangen, ohne uns gute Nacht zu sagen", sagt Käthe Lebedeff (79). Heute feiern sie und ihr Mann Hans (84) Diamantene Hochzeit. Seit 60 Jahren sind sie verheiratet.

Kennen gelernt hatten sich die beiden bereits 1946 auf der Tanzmusik im damaligen Gasthaus Högel in Dudweiler. Doch sie verloren sich wieder aus den Augen. 1948 trafen sie sich dann erneut, diesmal auf der Kirmes. Und da hat es gefunkt. Ein Jahr später heirateten sie. Käthe war damals 18 Jahre alt. "Ich brauchte also noch die Zustimmung meiner Eltern", sagt sie lächelnd. Die Trauung war in der Pfarrkirche St. Marien in Dudweiler. Hier wurden auch zwei ihrer drei Kinder getauft.

Für das Diamant-Paar ist es selbstverständlich seinen Freudentag mit einem Gottesdienst (10.30 Uhr) in St. Marien zu beginnen. Gefeiert wird anschließend im Pfarrzentrum. Die ersten Jahre ihrer Ehe waren nicht einfach. "Wir haben Höhen und Tiefen erlebt, wie das im Leben so ist. Wir haben uns aber immer zusammengerauft", sagen beide. Liebe und Zuneigung, da sind sich Käthe und Hans Lebedeff einig, sind heute noch so stark wie früher. "Natürlich gab es in unserer Ehe auch mal Differenzen", sagt Hans Lebedeff, "doch der Glaube an Gott hat uns immer geholfen". Und wie schafft man 60 Jahre Ehe? Ein Patentrezept hätten sie dafür nicht, meint Käthe Lebedeff. Wichtig aber seien Offenheit, Vertrauen und Toleranz - bis zu einem gewissen Punkt.

Für alle jungen Paare hat die erfahrene Ehefrau dann noch einen Rat: Nicht gleich bei den kleinsten Problemen auseinander gehen und etwas mehr Gottvertrauen. "Es gibt nichts Schöneres, als zusammen alt zu werden", sagt Hans Lebedeff. Und wieder sind die beiden sich einig: "Wir fühlen nicht, dass wir in unserem Leben etwas verpasst haben. Wir waren immer glücklich."

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