1. Saarland

Auf Baumurnenfeldern soll optisch Ruhe einkehren

Auf Baumurnenfeldern soll optisch Ruhe einkehren

Die Stadt Saarlouis ordnet die Baumurnenfelder auf ihren Friedhöfen neu. Es handelt sich um kleine Flächen, in denen Urnen rund um einen Baum beigesetzt werden.

Über diesen Urnen haben Angehörige bisher Kreuze mit den Namen der Toten aufgestellt, Blumen, Objekte der Erinnerung und der Trauer nach persönlichem Geschmack. Das widerspreche der Friedhofssatzung, sagte am Mittwochnachmittag Hans-Werner Strauß, Leiter des Neuen Betriebshofes Saarlouis (NBS), auf dem Friedhof Neue Welt. Der NBS pflegt die Friedhöfe. Jetzt soll das Erscheinungsbild der Baumurnengrabfelder beruhigt werden. Auf dem Friedhof Neue Welt sind nun Holztafeln rund im die Bäume angebracht, auf denen die Namen der Beigesetzten stehen. Die Tafeln sind laut Strauß an einer mit dem Baum wachsenden Aufhängung befestigt, die von Mitarbeiter Dietmar Esser entwickelt worden sei. Den Baum umgibt ein kleines Kiesfeld, auf dem künftig kurzzeitig Kerzen aufgestellt werden können. Dafür soll das Gelände unter dem Baum dann frei bleiben. Strauß bat die Angehörigen, die zur Vorstellung der neuen Gestaltung gekommen waren, ihren privaten Grabschmuck in den nächsten Wochen zu entfernen. Vielen Angehörigen gefiel die neue Regelung.

Rund 50 Urnen sind unter Bäumen auf dem Neue-Welt-Friedhof beigesetzt. Der Stadt wird ähnlich auch auf den Friedhöfen in Fraulautern und Roden verfahren. Baumurnenfelder sind eine Alternative zum Friedwald, wie es einen in Saarbrücken, nicht aber in Saarlouis gibt, oder zu individuellen Urnengräbern.