1. Saarland

Auch in Nohfelden gibt's jetzt einen Zuschuss zum Windelmüll

Auch in Nohfelden gibt's jetzt einen Zuschuss zum Windelmüll

Nohfelden. Zuschüsse für die Windel-Entsorgung gewährt auch die Gemeinde Nohfelden. Das hat der Gemeinderat bei einer Enthaltung beschlossen. Hintergrund ist, dass der Entsorgungsverband Saar (EVS) zu Jahresbeginn das Gebührensystem für die Abfallentsorgung umgestellt hat (wir berichteten). Die Bürger bezahlen jetzt die Anzahl der Leerungen

Nohfelden. Zuschüsse für die Windel-Entsorgung gewährt auch die Gemeinde Nohfelden. Das hat der Gemeinderat bei einer Enthaltung beschlossen. Hintergrund ist, dass der Entsorgungsverband Saar (EVS) zu Jahresbeginn das Gebührensystem für die Abfallentsorgung umgestellt hat (wir berichteten). Die Bürger bezahlen jetzt die Anzahl der Leerungen. Bürger werden damit angehalten, den Müll genau zu trennen oder einzusparen. Nachteile, das erklärt Bürgermeister Andreas Veit (CDU), hätten dadurch Familien mit kleinen Kindern oder mit inkontinenten Personen. Sie müssten viele Windeln entsorgen.Der Rat beschloss nun, für die Entsorgung von Babywindeln einen Zuschuss von maximal 25 Euro pro Kleinkind und Jahr sowie für die Entsorgung von Windeln für Menschen mit Blasenschwäche maximal 50 Euro pro Jahr zu gewähren. Die entsprechenden Anträge seien bis 30. März des Folgejahres zu stellen, beispielsweise für das Jahr 2011 spätestens Ende März 2012.

Steffen Schopper von der UBNN (Unabhängige Liste für Bürger und Naturschutz Nohfelden) gab zu bedenken, dass "die Verwaltungskosten höher sind als das, was dann dabei herauskommt". Er plädierte für eine Art Begrüßungsgeld von 100 Euro für jedes Kind, das in der Gemeinde geboren wird. Dann wären quasi vier Jahre - geht man von 25 Euro Zuschuss pro Jahr für die Windelentsorgung aus - abgedeckt. Bürgermeister Veit entgegnete mit den Erfahrungen aus anderen Gemeinden: "Der Verwaltungsaufwand hält sich in Grenzen." Zumal ein Antrag, der für ein Neugeborenes gestellt werde, automatisch für drei Jahre gültig sei und nicht in jedem Jahr neu gestellt werden müsse. "Damit ist der Aufwand auch nicht größer als bei einem Begrüßungsgeld." Schopper enthielt sich bei der Abstimmung, die übrigen Ratsmitglieder stimmten für den Vorschlag der Verwaltung. him