Auch im "Ländle" wird für den Kreis geworben

Auch im "Ländle" wird für den Kreis geworben

Kreis Neunkirchen. Neunkirchen - eine Musical-Stadt. Stefan Thomas, Leiter der Tourismus- und Kulturzentrale für den Landkreis (TKN), möchte diese Botschaft gern in die Republik hinaustragen. "Wir haben uns ein Kartenkontingent für Stumm 2010 gesichert und werden daraus ein touristisches Paket schnüren

Kreis Neunkirchen. Neunkirchen - eine Musical-Stadt. Stefan Thomas, Leiter der Tourismus- und Kulturzentrale für den Landkreis (TKN), möchte diese Botschaft gern in die Republik hinaustragen. "Wir haben uns ein Kartenkontingent für Stumm 2010 gesichert und werden daraus ein touristisches Paket schnüren." Dazu gehört der Musicalbesuch am Abend mit Blick hinter die Kulissen, dann was Kulinarisches - zwei Angebote zur Auswahl - sowie eine Übernachtung. Dieses Paket will die TKN auf der Urlaubsmesse Caravan Motor Touristic (cmt) vom 16. bis 24. Januar in Stuttgart vorstellen. Thomas für die TKN und Markus Müller fürs Musicalprojekt werden vor Ort sein. Gesichert sind viermal 30 Karten Stumm für vier August-Termine.Musical-Stadt Neunkirchen ist eines der Projekte, die sich die TKN für neue Jahr ins Arbeitsprogramm geschrieben hat. Überschrift für 2010: "Qualität halten, Produkte an den Markt bringen", so Stefan Thomas weiter. Wandern etwa ist ein Feld, auf dem Akzente gesetzt werden sollen. Zudem ist gerade ein neuer Werbefilm über den Landkreis im Entstehen. Er soll an Punkten mit Publikumsverkehr gezeigt werden - etwa im Kassenbereich von Gondwana oder Zoo. Und natürlich laufen die Vorbereitungen für 25 Jahre Rosenkreis.Das herausragende Ereignis 2009 war für Thomas und sein Team unstrittig der Umzug aus der Ottweiler Altstadt an den Standort Reden. "Da ist immer noch großer Nachholbedarf beim Bekanntheitsgrad des Standorts", stellt der TKN-Leiter fest. So ganz richtig angekommen ist sein Team noch nicht im Zechenhaus. Bauarbeiten vor der Haustür haben belastet: "Es wäre schön gewesen, wenn das alles schon vor einem Jahr fertig geworden wäre." Auch die Parksituation sei unbefriedigend: "Wenn man den Bedarf für Bedienstete und Bistro-Besucher abzieht, bleibt für Besucher nicht mehr viel übrig. Und der Weg von den großen Parkplätzen hinter Gondwana ist den meisten, seien wir ehrlich, doch zu weit." Stichwort Gondwana: "Wir wollten Besucher von Gondwana abgreifen für unsere Ausstellungen im Zechenhaus. Aber es hat sich gezeigt, dass es Leute nach zwei bis drei Stunden Rundgang reicht, dass die Aufnahmekapazität erschöpft ist." Noch keinesfalls so, wie er sich das wünschen würde, ist das Zechenhaus als Ganzes für Veranstaltungen und Ausstellungen ausgerichtet. Thomas: "Nur wenn die Innenorganisation stimmt, kann auch erfolgreich nach außen vermarktet werden." Wünschenswert, so Thomas, wäre etwa ein Hausmeister fürs Zechenhaus, ebenso eine zentrale Anlaufstelle, eine Empfangsdame. Und die Planung und Umsetzung von Veranstaltungen und Ausstellungen müsste, um unnötige Reibungsverluste zu vermeiden, professioneller werden. "Wünschenswert wäre ein Hausmeister fürs Zechenhaus."Stefan Thomas

HintergrundAuch der Kreis Neunkirchen spürt einen Rückgang beim Tourismusgeschäft. So ist nach Angaben der TKN von Januar bis August 2009 im Vergleich zum Vorjahrzeitraum die Zahl der Gästeankünfte um sechs Prozent auf 23 223 (24 711) zurückgegangen, die Zahl der Übernachtungen um 4,2 Prozent auf 135 068 (141 047). cle

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