1. Saarland

Auch die Praxis kam nicht zu kurz

Auch die Praxis kam nicht zu kurz

Insgesamt 168 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen acht bis zehn ließen sich über die Möglichkeiten der Berufsvielfalt informieren: Zehn Firmen und Institutionen nahmen am Projekttag Berufsorientierung der Gemeinschaftsschule Kirkel in Limbach teil.

Jugendliche in Zeiten von Fachkräftemangel über mögliche Berufsfelder und gute Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren, war Schwerpunkt eines Projekttages zur Berufsorientierung , der an der Gemeinschaftsschule Kirkel in Limbach veranstaltet wurde. Insgesamt zehn Betriebe und Institutionen beteiligten sich daran und stellten den insgesamt 168 Schülerinnen und Schülern aus den achten, neunten und zehnten Klassen sich und ihre Ausbildungsberufe vor.

Das breite Spektrum der Berufe reichte vom Handwerk über den Industrieberuf, die Verwaltung bis hin zu Berufen im Bereich der Landwirtschaftskammer. Die Schüler konnten sich zwei Vorträge aussuchen und hatten in Gruppen Gelegenheit, für etwas mehr als eine Stunde aus erster Hand Informationen über einen künftigen Start ins Berufsleben zu bekommen. Ziel der Veranstaltung sei es, für Jugendliche der Klassenstufen acht bis zehn unterschiedliche Berufsgruppierungen zu finden, die Schüler frühzeitig hinsichtlich einer späteren Berufswahl zu beraten und ihnen eine wichtige Entscheidungshilfe für eine Ausbildung anzubieten, meinte Lehrerin Ulrike Börder.

Unter dem Vorzeichen der Berufsorientierung sei der Tag "ein wichtiger Baustein auf dem Weg unserer Schülerinnen und Schüler in die Berufs- und Arbeitswelt", erklärte sie. Organisiert wurde der Berufsorientierungstag von Projektmitarbeiterin Maren Kanzlirsch von der Alwis-Agentur (Arbeit-Leben-Wirtschaft), die die Kontakte zwischen den Unternehmen und den Schulen herstellt. Mit einem solchen Projekttag werde "die Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft verbessert und die Jugendlichen werden dadurch gezielter auf das Berufsleben vorbereitet". Neben reinen Informationen kam auch die Praxis nicht zu kurz an diesem Morgen; so bot die Arbeiterwohlfahrt praktische Einblicke in den Beruf eines Malers und Lackierers an. Über den Beruf des Verwaltungsfachangestellten informierte der Ausbildungsbeauftragte der Gemeindeverwaltung Kirkel, Dirk Pfeifer.

Er hatte mit Lisa Ruppe und Pascal Fries zwei ehemalige Schüler der Schule mitgebracht. Während die 18-jährige Lisa derzeit ein Fachhochschulpraktikum bei der Gemeinde Limbach macht, ist der 21-jährige Pascal im zweiten Lehrjahr als Verwaltungsfachangestellter. Er habe vor seiner Ausbildung ein einjähriges Praktikum in der Gemeindeverwaltung gemacht und beim Durchlaufen aller Abteilungen "Spaß an dem vielfältigen und nie langweiligen Beruf gefunden", wies er auf die familiäre Atmosphäre im Limbacher Rathaus hin.

Auch Praktikantin Lisa, die nach dem Hauptschulabschluss an der Realschule am Berufsbildungszentrum St. Ingbert den mittleren Bildungsabschluss gemacht hat, findet die Arbeitsabläufe in der Verwaltung "interessant und abwechslungsreich".