1. Saarland

Auch die Anlieger sind gefordert

Auch die Anlieger sind gefordert

LauterbachAuch die Anlieger sind gefordertZum Artikel "Bachsanierung: Bürgermeister machen Druck" (SZ vom 26. September)Endlich scheinen Deutsche und Franzosen am gleichen Strang zu ziehen, um nach gut sechs Jahrzehnten die Misere in und um den Lauterbach gemeinsam zu lösen

Lauterbach

Auch die Anlieger

sind gefordert

Zum Artikel "Bachsanierung: Bürgermeister machen Druck" (SZ vom 26. September)

Endlich scheinen Deutsche und Franzosen am gleichen Strang zu ziehen, um nach gut sechs Jahrzehnten die Misere in und um den Lauterbach gemeinsam zu lösen. Es ist doch nicht nachvollziehbar, dass immer große Reden über die Idee Europa gehalten werden, aber kleinere Probleme vor Ort unter Nachbarn nicht zu lösen sind. Wenn nun ein deutscher und französischer Bürgermeister gemeinsam das Problem angehen, so weckt dies Hoffnung, die nicht enttäuscht werden darf, und es wäre prima, wenn da die EU finanziell helfen würde.

Dabei sollte festgehalten werden, dass leider manche Bachanlieger die größte Chance nach der Schlammkatastrophe 1978 nicht ergriffen, als vom Ortsrat und der Stadt vorgeschlagen wurde, doch einen Reinigungspfad neben dem Bach einzurichten, denn damals hatte Völklingen zig Tausende für die Entschlammung des Bachbettes erhalten, auch die Anlieger waren nach dem Schrecken der Flut bestens entschädigt worden.

Als dann der Sammler entlang des Baches gebaut wurde, gab es eine zweite Möglichkeit, die dann leider auch nicht wahrgenommen wurde.

Der erneute Vorschlag jetzt diesen Pfad endlich anzulegen, damit mit einem Gerät und nicht von Hand gereinigt werden kann, ist jetzt wohl besser durchsetzbar, zumal der Bach wird nicht nur von Frankreich her, sondern auch im Ort selbst verschmutzt wird.

Gerhard Scherschel, Ortsvorsteher a.D., Lauterbach

Kindergarten-Neubau

Gegen demokratische Tradition der Kirche

Zum Artikel "Kindergartenprojekt schlägt hohe Wellen" (SZ vom 22. September)

In der neuen evangelischen Kirchengemeinde Völklingen-Warndt hat ein eklatanter Verstoß gegen alle Spielregeln der Demokratie stattgefunden. An 2. September wurde das erste Presbyterium der neuen Großgemeinde gewählt. Hauptthema der Wahl war die Frage, ob in Fürstenhausen ein neuer Kindergarten von der Kirchengemeinde gebaut werden soll. Ernst zu nehmende Einwände durch Gemeindemitglieder, vor allem das fehlende Gemeindekonzept und der defizitäre Haushalt, Schließungen und Schließungsbeschlüsse bestimmten die Diskussion. Durch die Presbyteriumswahl am 2. September haben die Gemeindemitglieder einem neuen Presbyterium die Verantwortung übertragen. Der BVA hat somit seine demokratische Legitimation verloren. Am 6. Oktober wird das neue Presbyterium in sein Amt eingeführt. Dennoch hat das Übergangsgremium BVA am 20. September in einer außerordentlichen Sitzung Kauf- und Verkaufsverträgen zugestimmt, die dem neuen Presbyterium die Hände binden sollen (Verkauf des Gemeindehauses und Ankauf von Grundstücken für den Kindergartenneubau sowie die Erteilung von Bauplanungen). Der Vorgang ist rechtlich zweifelhaft und muss überprüft werden. Er widerspricht der demokratischen Tradition der evangelischen Kirche.

Kuno Müller und Ilka Etgen, Völklingen