Auch beim Abendbrot wurde gearbeitet

Auch beim Abendbrot wurde gearbeitet

Saarbrücken. Journalisten für mehrere Tage ins Saarland zu locken und dann auch noch zu hoffen, dass sie später wohlwollend über ihre Eindrücke berichten, ist ein kompliziertes Unterfangen

Saarbrücken. Journalisten für mehrere Tage ins Saarland zu locken und dann auch noch zu hoffen, dass sie später wohlwollend über ihre Eindrücke berichten, ist ein kompliziertes Unterfangen. Umso bemerkenswerter ist es, dass eben dies der Universität des Saarlandes im Zusammenwirken mit einigen verbundenen Instituten glückte: Zehn Wissenschaftsjournalisten sind am Mittwoch per Flugzeug, Auto und Bahn nach Saarbrücken gekommen, um drei Tage lang die Informatik und die Materialwissenschaft zu erkunden.Die Männer und Frauen reisten auf eigene Kosten an, für gemeinsame Unterbringung in einem guten City-Hotel und die Beköstigung sorgt die gastgebende Wissenschaft.

Die Besucher kommen aus Belgien, Dänemark, Holland, Österreich, Rumänien, Spanien, Ungarn und Russland. Manche sind im Auftrag ihrer Verlage angereist, die meisten arbeiten aber freiberuflich, bilden sich hier quasi im Selbststudium fort und müssen zusehen, dass sie ihre Kosten durch möglichst viele gute Geschichten, die sie an Zeitungen und Zeitschriften verkaufen, wieder hereinbekommen. So wird verständlich, dass für Vergnügungen am Rande oder Shopping keine Zeit ist. Jede Minute ist kostbar. Für die Gäste führte der erste Weg nach der Ankunft direkt in den Hörsaal des Max-Planck-Institutes, wo ein Vortrag über Computergrafiken angeboten wurde.

Am Donnerstag ging es zur Abwechselung im Bus zum Leibniz-Zentrum für Informatik nach Wadern-Dagstuhl. Uni-Sprecherin Friederike Meyer zu Tittingdorf und Informatik-Sprecher Gordon Bolduan, die beiden Organisatoren, trugen mit einem straffen Programm Sorge, dass die Gäste mit all ihren Fragen immer an die "richtigen" Wissenschaftler herankamen. Sogar beim Abendessen in einem Lokal in Alt-Saarbrücken am Mittwoch waren drei Hochschullehrer am Tisch. Man verständigte sich übrigens die ganze Zeit über in Englisch.

Nun warten alle Hiesigen gespannt darauf, wann und wo die Journalisten über die Saarbrücker Spitzen-Wissenschaftler berichten, damit die Früchte dieses Programmes auch geerntet werden können.

Mehr von Saarbrücker Zeitung