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Atom-Unfall in Cattenom wird simuliert

Atom-Unfall in Cattenom wird simuliert

Saarbrücken. Erstmals wird in dieser Woche ein Störfall im französischen Atomkraftwerk Cattenom von den Einsatzkräften der Anrainerstaaten simuliert. Rund 250 Menschen aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Frankreich, Belgien und Luxemburg werden sich am Mittwoch und Donnerstag daran beteiligen, wie das federführende saarländische Innenministerium mitteilte

Saarbrücken. Erstmals wird in dieser Woche ein Störfall im französischen Atomkraftwerk Cattenom von den Einsatzkräften der Anrainerstaaten simuliert. Rund 250 Menschen aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Frankreich, Belgien und Luxemburg werden sich am Mittwoch und Donnerstag daran beteiligen, wie das federführende saarländische Innenministerium mitteilte. Es werden aber keine Einsatzkräfte ausrücken, sondern nur die Krisenstäbe in den Lagezentren den Fall durchspielen. Ministeriumssprecherin Ina Thiesen spricht von einer Übung auf "politisch-administrativer Ebene".Es gehe dabei vor allem um die Kommunikation zwischen den Krisenstäben, um mögliche Abwehr von Gefahren sowie die Information der Bevölkerung im Ernstfall. Teilnehmen werden auf rheinland-pfälzischer Seite unter anderem das Innenministerium, das Wirtschaftsministerium mit seiner Fachberatung für Strahlenschutz sowie die Kreisverwaltung Trier-Saarburg. Im Saarland sind das Innen-, das Gesundheits- und das Umweltministerium sowie die Führungs- und Lagezentrale des Landespolizeipräsidiums mit dabei. Angekündigt haben sich auch Christian Galliard de Lavernée, Präfekt der Region Lothringen sowie die saarländische Innenministerin Monika Bachmann (CDU).

Im April 2011 war auf einem regionalen Sondergipfel vereinbart worden, dass es bis 2013 insgesamt drei Übungen geben soll. Die weiteren Übungen sind im Dezember unter der Leitung von Luxemburg sowie im Frühjahr 2013 unter der Führung Frankreichs vorgesehen.

In dem französischen Atomkraftwerk Cattenom, das nur wenige Kilometer von den Grenzen zu Deutschland, Belgien und Luxemburg entfernt liegt, gab es immer wieder Zwischenfälle. Rheinland-Pfalz, das Saarland und Luxemburg forderten bereits mehrfach, den Meiler stillzulegen. Frankreich hält trotz allem an der Anlage fest. dpa