1. Saarland

Arbeitslosigkeit leicht angestiegen

Arbeitslosigkeit leicht angestiegen

St. Wendel. Im Dezember 2009 ist die Arbeitslosigkeit im Kreis St. Wendel moderat angestiegen. Hauptverantwortlich dafür waren insbesondere die für diese Jahreszeit üblichen saisonalen Einflüsse und das Quartalsende. Unter anderem im verarbeitenden Gewerbe, im Baugewerbe und im Gastgewerbe wurden mehr Mitarbeiter als im November entlassen

St. Wendel. Im Dezember 2009 ist die Arbeitslosigkeit im Kreis St. Wendel moderat angestiegen. Hauptverantwortlich dafür waren insbesondere die für diese Jahreszeit üblichen saisonalen Einflüsse und das Quartalsende. Unter anderem im verarbeitenden Gewerbe, im Baugewerbe und im Gastgewerbe wurden mehr Mitarbeiter als im November entlassen. Aus den Außenberufen kam es aber bisher noch nicht zu deutlich höheren Arbeitslosmeldungen. Hier nutzen die Betriebe seit Jahren bei wirtschaftlichen oder witterungsbedingten Arbeitsausfällen verstärkt das Saison-Kurzarbeitergeld. Es kann von Dezember bis März an Arbeitnehmer in Betrieben des Baugewerbes, des Dachdeckerhandwerks und des Garten- und Landschaftsbaus gezahlt werden. Insgesamt waren 2320 Frauen und Männer arbeitslos, 70 mehr als vier Wochen zuvor. Im Vergleich zu Dezember 2008 waren 340 oder 17 Prozent Personen mehr arbeitslos. 2009 waren im Jahresdurchschnitt im Kreis St. Wendel 2290 Menschen arbeitslos gemeldet, 290 oder 14,7 Prozent mehr als im Durchschnitt des Jahres 2008. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent und liegt damit weiterhin deutlich unter der Arbeitslosenquote des Saarlandes von 7,5 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Quote im Kreis noch 4,2 Prozent.Vor allem Männer betroffen "Im gerade zu Ende gegangenen Jahr waren im Kreis St. Wendel vor allem Männer von der gestiegenen Arbeitslosigkeit betroffen", resümierte Susanne Haben, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Neunkirchen. "Die Krise hat sich vor allem in klassischen Männerdomänen wie der Kraftfahrzeugindustrie und ihren Zulieferern, dem Maschinenbau sowie der Metallverarbeitung bemerkbar gemacht. Wenn es 2010 zu Entlassungen statt Kurzarbeit in der Industrie kommt, wird das vor allem Männer treffen. In Berufen mit hohem Frauenanteil wie dem Gesundheitswesen und der Altenpflege rechnen wir dagegen mit einem weiteren Wachstum", so die Einschätzung von Haben. Im Dezember meldeten sich 190 Frauen und Männer im Anschluss an eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt arbeitslos, zwölf mehr als im November. Gleichzeitig ist es 120 Personen gelungen, wieder eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen.Die Zahl der arbeitslosen Männer erhöhte sich um 50 auf 1220. Die Zahl der arbeitslosen Frauen ist um 15 auf 1100 gestiegen. 8,4 Prozent der Arbeitslosen gehörten zur Altersgruppe der unter 25-Jährigen. Mit knapp 200 jungen Frauen und Männer waren sieben mehr gemeldet als im November und 44 oder 29,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Im Vergleich zu Dezember 2008 ist die Zahl der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, deutlich angestiegen: 690 Personen waren aktuell in dieser Altersgruppe von Arbeitslosigkeit betroffen. 330 oder 29,5 Prozent mehr als vor einen Jahr. Im vergangenen Monat schwächte sich die Kräftenachfrage der Wirtschaft im Kreis St. Wendel weiter leicht ab. Die Betriebe meldeten dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit 106 Stellenangebote, zehn weniger als im November. Seit Jahresbeginn wurden insgesamt 1210 freie Stellen gemeldet, 265 oder 18 Prozent weniger als im Jahr 2008. Ende 2009 waren noch 180 gemeldete Arbeitsstellen unbesetzt. Gesucht werden unter anderem noch Helfer für die Nährmittelherstellung, Zentralheizungsinstallateure, Restaurantfachleute, Kellner und Köche. red