Arbeitslosigkeit im Kreis sinkt weiter

Arbeitslosigkeit im Kreis sinkt weiter

Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Merzig-Wadern ist im Juni weiter gesunken. Es waren 2629 Personen arbeitslos gemeldet, knapp 70 weniger als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat hat sich die Zahl der Arbeitslosen jedoch noch erhöht (plus 80 oder 3,1 Prozent). Die Arbeitslosenquote betrug 4,9 Prozent (Vorjahr: 4,8 Prozent).

"Wegen des langen Winters und des kalten Frühjahrs reicht der Frühjahrsaufschwung in diesem Jahr bis weit in den Juni hinein. In vielen Außenberufen, aber auch in der Gastronomie ist erst jetzt die Saisonbelegschaft aufgestockt worden", stellt Gundula Sutter, operative Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Saarland, fest. "Im Juni haben sich bereits jüngere Menschen nach Ausbildungsende arbeitslos gemeldet. Wir gehen aber davon aus, dass diese gut ausgebildeten Fachkräfte schon in den nächsten Wochen in ein Arbeitsverhältnis einmünden können."

Sehr viel Dynamik Dass Arbeitslosigkeit kein fester Block ist, sondern es auf dem Arbeitsmarkt weiterhin sehr viel Dynamik gibt, zeigen die monatlichen Bewegungszahlen. 185 Personen haben sich im Mai nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos gemeldet, während 222 die Arbeitslosigkeit beenden konnten.

Im Mai waren 433 Männer arbeitslos gemeldet, 61 weniger als im Vormonat und 51 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der arbeitslosen Frauen ist um sechs auf 1196 gesunken und lag um 28 höher als vor einem Jahr. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren hat sich ebenfalls leicht verringert. Im Vergleich zum Vormonat ist ihre Zahl um 18 auf 289 gesunken. In der Altersgruppe der 50- bis unter 65-Jährigen bewegte sich die Arbeitslosigkeit mit 788 Personen auf dem Niveau vom Mai.

Arbeitsagentur und Jobcenter wurden 234 neue Stellen zur Besetzung gemeldet. Seit Jahresbeginn gingen insgesamt 977 Stellen ein. Am Monatsende waren noch 420 unbesetzt. Die Zahl der Jugendlichen, die eine duale Ausbildung absolvieren wollen, ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken. Das Angebot an Ausbildungsstellen lag mit 541 um 3,4 Prozent höher als vor Jahresfrist. Am Zähltag im Juni waren noch 254 Ausbildungsstellen unbesetzt und noch 170 Bewerber ohne Ausbildungsstelle.