AOK-Büro auf den Saarterrassen zu

AOK-Büro auf den Saarterrassen zu

Burbach. Die Geschäftsstelle der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) auf den Burbacher Saarterrassen ist seit dem 1. September geschlossen. Die fünfköpfige Belegschaft zog in die AOK-Hauptgeschäftsstelle in der Saarbrücker Halbergstraße 1 um. Das bestätigte Bruno Krüger, Mitglied im AOK-Landesvorstand, auf SZ-Anfrage. Laut Krüger hatte die Geschäftsstelle kaum Besucher

Burbach. Die Geschäftsstelle der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) auf den Burbacher Saarterrassen ist seit dem 1. September geschlossen. Die fünfköpfige Belegschaft zog in die AOK-Hauptgeschäftsstelle in der Saarbrücker Halbergstraße 1 um. Das bestätigte Bruno Krüger, Mitglied im AOK-Landesvorstand, auf SZ-Anfrage. Laut Krüger hatte die Geschäftsstelle kaum Besucher. Und als jetzt der Mietvertrag auslief, "wäre es wirtschaftlich nicht vertretbar gewesen, einen neuen Vertrag für die Räume auf den Saarterrassen zu schließen". Die AOK will nun Sprechtage im Bürgerhaus anbieten - die Termine stehen noch nicht fest. Mitte August, so versichert Krüger, hatte die AOK ihre Mitglieder im Einzugsgebiet ihres Burbacher Büros über die Änderung informiert und ihnen die Verkehrsverbindungen zur Halbergstraße beschrieben. Laut Krüger gab es darauf nur wenige Reaktionen - Tenor: "Gefällt uns zwar nicht, aber wir verstehen es." Weiter berichtete Krüger: "Natürlich hat Bezirksbürgermeister Claus Theres sehr engagiert für Burbach plädiert, aber er musste sich schließlich den wirtschaftlichen Sachargumenten beugen."Ganz anders sieht es der Burbacher CDU-Stadtverordnete Rudolf Kraus. Er fragt in einer Pressemitteilung: "Blutet das Burbacher Geschäftszentrum aus?" Früher, so erinnert Kraus, habe die AOK ihr Büro sogar "viele Jahre am Burbacher Markt" gehabt und damit "zur Belebung" des Marktes beigetragen. Schon der Umzug auf die Saarterrassen sei aus Sicht des Gewerbevereins und der Burbacher CDU ein "unwillkommener Akt gegen den Ortskern" gewesen. Und nun habe der Wegzug der AOK von den Saarterrassen "negative Signalwirkung", weil "sich ein weiteres attraktives und seriöses Unternehmen aus Burbach zurückzieht". Die Burbacher Geschäftsstelle der AOK sei "Anlaufpunkt für Versicherte aus Malstatt, Burbach, Altenkessel, Gersweiler und Klarenthal" gewesen. Kraus: "Aus dem Programm Stadtumbau West fließen Mittel der EU, des Landes und der Stadt nach Burbach, um den Strukturwandel abzufedern, und man sollte meinen, dass die AOK sich einer gewissen Verantwortung für den Stadtteil bewusst sein sollte - zumal sie sich als bürgernah präsentiert." Kraus: "Ein Umzug in ein preiswerteres Ladenlokal im Ortskern wäre bei den Bürgern sicher gut angekommen. Bezirksbürgermeister Claus Theres, hätte in der Öffentlichkeit Alarm schlagen müssen." fitz

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