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Anwohner sollen bald zur Kasse gebeten werden

Anwohner sollen bald zur Kasse gebeten werden

Dudweiler. Um "umlegbare Kosten" geht es am heutigen Donnerstag (15. September) in der nächsten Sitzung des Bezirksrates Dudweiler. Im Klartext: Die Saarbrücker Straße zwischen Sulzbachtalstraße und der Straße "An der Mühlenschule" wird für insgesamt 1,51 Millionen Euro umgestaltet und saniert

Dudweiler. Um "umlegbare Kosten" geht es am heutigen Donnerstag (15. September) in der nächsten Sitzung des Bezirksrates Dudweiler. Im Klartext: Die Saarbrücker Straße zwischen Sulzbachtalstraße und der Straße "An der Mühlenschule" wird für insgesamt 1,51 Millionen Euro umgestaltet und saniert. Das entnimmt man der von Saarbrückens Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer unterzeichneten Verwaltungsvorlage für die Bezirksratsmitglieder. Die allerdings werden zu den Plänen nur gehört, entscheiden wird letztlich der Saarbrücker Stadtrat.

Satzung gilt

"Umlegbare Kosten" heißt, dass die Hauseigentümer in dem betreffenden Straßenabschnitt nach der Straßenausbau-Beitragssatzung (StrABS) zur Kasse gebeten werden können. Und zwar, laut den Ausführungen der Verwaltung, mit zirka 195 000 Euro. Weil der Ausbau der Trasse als Neubaumaßnahme gilt. Nach Abschluss der Maßnahme sollen die Beiträge fällig werden.

Das Baudezernat führt in Hinblick auf die Historie aus, dass in der Saarbrücker Straße bis Ende der 1960er Jahre die vorhandenen Gleispflaster und Bahnschienen "überasphaltiert" worden sind. Und Anfang der 80er Jahre habe die Bezirksverwaltung die Straße fräsen und neu teeren lassen.

Der Auslöser für die bald aktuelle Erneuerungsmaßnahme sei die nun abgeschlossene Sanierung des Schmutz- und Regenwasserkanals durch den Zentralen Kommunalen Entsorgungsbetrieb (ZKE). Der jetzige Zustand der Straße lasse darauf schließen, dass es in Zukunft zu permanenten Schäden - unter anderem wegen der alten Schienen - kommen wird, was mit häufigen und teuren Reparaturen verbunden wäre.

Die Bauverwaltung der Landeshauptstadt führt weiter aus, dass in den letzten Jahren immer wieder Bürgerbeschwerden über Geschwindigkeitsübertretungen und verkehrswidriges Parken aufgetreten seien. Und so beabsichtige man wegen des baulichen Zustandes sowie der "gestalterischen Defizite" eine grundhafte Erneuerung, die mit einer optischen Aufwertung einhergehe.

Der Entwurf sieht Folgendes vor: Zur Verkehrsberuhigung der langen und geraden Trasse sind an vier Stellen Verengungen vorgesehen. Sie dienen als Überquerungshilfe und zur Geschwindigkeitsreduzierung. Hier werde die Fahrbahn mit Hilfe von Rampensteinen angehoben. Auf der linken Straßenseite in Fahrtrichtung Ortsmitte werden zwischen den Parkständen Bäume angepflanzt. Sie sollen der Verschönerung dienen. Auf der rechten Straßenseite (Richtung Dudweiler City) sind laut Verwaltung neue Bäume aufgrund vorhandener Gas-, Wasser- und Stromleitungen nicht möglich.

Bänke sind vorgesehen

Aber: Peitschenmaste soll es dort geben im Abstand von zirka 30 Metern. Und in den Überquerungsbereichen der Saarbrücker Straße sind, nebst Abfallbehältern und Fahrradständern, Bänke vorgesehen - so wie sie in der Saarbrücker Fußgängerzone (Bahnhofstraße) schon zu besichtigen sind.

Zudem werden Poller installiert in den Einmündungsbereichen An der Mühlenschule und Kalkofenstraße, um verbotswidriges Parken zu verhindern.

Was den Zeitplan angeht, so weist die Bauverwaltung in ihrer Vorlage für die heutige Sitzung darauf hin, dass im Frühjahr 2012 mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Nach einem Jahr soll alles fertig sein.