Anwohner dürfen mitbestimmen

Anwohner dürfen mitbestimmen

Reichenbrunn. Mit einem offiziellen Plan bewaffnet kam Oberwürzbachs Ortsvorsteherin Lydia Schaar am vergangenen Mittwoch auf die Straßeninsel in Reichenbrunn, um sich mit den Anwohnern und Elmar Sommer von der Stadtverwaltung über die weitere Vorgehensweise und Gestaltung dieses zentralen Platzes abzustimmen

Reichenbrunn. Mit einem offiziellen Plan bewaffnet kam Oberwürzbachs Ortsvorsteherin Lydia Schaar am vergangenen Mittwoch auf die Straßeninsel in Reichenbrunn, um sich mit den Anwohnern und Elmar Sommer von der Stadtverwaltung über die weitere Vorgehensweise und Gestaltung dieses zentralen Platzes abzustimmen. Nachdem der kranke Mammutbaum entfernt worden war, machte man sich im Ortsrat Gedanken darüber, wie die Straßeninsel in Zukunft aussehen soll. Es wurde ein Plan erstellt, der vom Ortsrat auch schon genehmigt wurde.Lydia Schaar findet es nur fair, wenn die Anwohner auch ihre Ideen einbringen können, denn "die Bewohner haben sich bereit erklärt, die Pflege zu unterstützen und dann sollen sie auch mitbestimmen." Die Wurzel des Mammutbaums wird noch entfernt, und in einiger Entfernung soll ein neuer Baum gepflanzt werden, der auch in ausgewachsenem Zustand nicht allzu groß und ausladend wird. Hier schlug Elmar Sommer eine Zierkirsche oder einen anderen einheimischen Zierobstbaum vor. Außerdem sind zwei Bänke vorgesehen, "wo man sich treffen und quatschen kann", wie ein Anwohner einwarf. Denn die Reichenbrunner haben kein Fest, und so ist auch der Brunnen in Sichtweite der Straßeninsel ein Dreh- und Angelpunkt des Ortes, wo man sich auch begegnet und miteinander kommuniziert. "Sonst wären wir anonym", wie ein Reichenbrunner bemerkt. Das Kriegerdenkmal, das mitten auf der Insel steht und das ein Riss durchzieht, wird bleiben, fachmännisch saniert und mit Pflanzen der Saison umgeben. Es wird ein Rosen-Stauden-Beet angelegt und zwei Bereiche mit Bodendeckern, damit der Pflegeaufwand gering bleibt. Die Anwesenden dankten Lydia Schaar, dass sie in die Planung mit einbezogen wurden und machten schon einen "Schlachtplan", wer später das Gießen übernimmt. Elmar Sommer sagte eine zügige Umsetzung zu und versprach, die Ausschreibung zur Gestaltung umgehend fertig zu stellen. Lydia Schaar blieb da nur noch zu sagen: "Wir hoffen, dass es bald soweit ist.".