1. Saarland

Anwärterlehrgang für Schiedsrichter an der Landessportschule

Anwärterlehrgang für Schiedsrichter an der Landessportschule

Saarbrücken. Ein schriller Pfiff jagt über den Fußballplatz und lässt die 44 Spielerbeine urplötzlich stoppen. Der Ton kommt aus der Pfeife von Tobias Hauer. Der 18-Jährige ist Schiedsrichter für den SV 09 Bübingen. "Wenn man wie ich seit dem vierten Lebensjahr Fußball spielt, dann ist die Prüfung eigentlich nicht schwer", sagt er

Saarbrücken. Ein schriller Pfiff jagt über den Fußballplatz und lässt die 44 Spielerbeine urplötzlich stoppen. Der Ton kommt aus der Pfeife von Tobias Hauer. Der 18-Jährige ist Schiedsrichter für den SV 09 Bübingen. "Wenn man wie ich seit dem vierten Lebensjahr Fußball spielt, dann ist die Prüfung eigentlich nicht schwer", sagt er. "Als Schiedsrichter hat man eine Menge Spaß - gerade im Gespann mit Schiedsrichtern, die bereits in höheren Klassen Spiele leiten. Außerdem hat man mehr zu sagen als die Spieler", schmunzelt er. An diesem Wochenende veranstaltet der Kreisschiedsrichterausschuss Südsaar an der Saarbrücker Landessportschule einen Schiedsrichter-Anwärterlehrgang.Bereits 14-Jährige können an der mehrtägigen Ausbildung teilnehmen. Die Ausbildung umfasst 20 Unterrichtsstunden und wird neuerdings in einem Kompaktlehrgang an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden absolviert. Den Abschluss bilden eine theoretische Prüfung mit Regelfragen sowie auch ein körperlicher Leistungstest. So einfach die Theorie für viele junge Anwärter auch sein mag, so schwer sind oft die ersten Spiele. Deshalb bekommen die Nachwuchsschiris für die ersten Spiele Paten gestellt. Sie stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite und greifen beim Anfertigen der Formalien unter die Arme. Oftmals erkennen die neuen Schiedsrichter, dass die Emotionen bei Zuschauern schnell hochkochen. Jeder Fan sieht sich gleichzeitig als Beobachter, Trainer und Schiedsrichter in einer Person.

Aber die Mühen und Strapazen eines Schiedsrichters bleiben nicht unbelohnt: Er bekommt knapp 20 Euro pro Spiel - darüber hinaus werden Fahrtkosten ersetzt. Die Ausrüstung inklusive Fußballschuhe zahlt in der Regel der Verein. Darüber hinaus hat das Pfeifen auch weitere angenehme Seiten: "Man bekommt einen Schiedsrichterausweis, mit dem man in jedem Stadion freien Eintritt hat", so Jung-Schiedsrichter Philippe Maus. red