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Antikörperstudie im Saarland zeigt dreimal so viele Infizierte

Corona-Infektionen : Antikörperstudie im Saarland zeigt dreimal so viele Infizierte

In der ersten Pandemie-Welle waren dreimal so viele Menschen mit dem Corona-Virus infiziert wie durch positive Tests erkannt wurden. Das hat die Auswertung einer Antikörperstudie an der Uni-Klinik des Saarlandes in Homburg ergeben.

Wie die leitende Virologin Sigrun Smola gegenüber der SZ sagte, hatten mehr als 2900 Personen an der Studie teilgenommen. Die sogenannte Antikörper-Prävalenzstudie decke die erste Pandemiewelle bis zum 15. Oktober ab, so Smola. Um ein repräsentatives Ergebnis zu erzielen, habe das Krebsregister im Saarland über die Einwohnermelde-Daten erwachsene Personen herausgefiltert, die alle Altersklassen und geografischen Gegebenheiten abbildeten. Aus 10 000 angeschriebenen Kandidaten hätten letztendlich 2940 Personen teilgenommen.

Projektpartner war nach Angaben Smolas auch die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Saarland. Rund 29 Praxen haben demnach die Studie unter anderem mit Blutabnahmen unterstützt. Smola schließt eine weitere Studie zur zweiten Welle nicht aus.