1. Saarland

Annenmarkt lockte gestern nur wenige Besucher an

Annenmarkt lockte gestern nur wenige Besucher an

St. Wendel. 130 Händler beschickten gestern den Annenmarkt. Das reichhaltige Angebot hätte allerdings mehr Besucher verdient gehabt. "Es ist ruhig", meinte ein Sockenverkäufer, "heute Abend gibt es deshalb wieder nur Linsensuppe." Am Stand mit dem Weihrauchharz am Dom war es so still, dass die Händlerin mit ihrem Strohhut auf dem Kopf glatt eingeschlafen war

St. Wendel. 130 Händler beschickten gestern den Annenmarkt. Das reichhaltige Angebot hätte allerdings mehr Besucher verdient gehabt. "Es ist ruhig", meinte ein Sockenverkäufer, "heute Abend gibt es deshalb wieder nur Linsensuppe." Am Stand mit dem Weihrauchharz am Dom war es so still, dass die Händlerin mit ihrem Strohhut auf dem Kopf glatt eingeschlafen war. Etwas lebhafter ging es bei Andreas Buck aus St. Ingbert zu. Eines seiner Angebote war die Olivenseife aus Aleppo, das Stück für 4,50 Euro. "Die hat ein Bekannter von mir aus Syrien eingeführt noch bevor die Kämpfe begonnen haben", klärte er seine Kunden auf. "Die Seife ist aber kein Kassenschlager." Schon eher waren die buntfarbigen Zauberbälle aus elastischem Silikon gefragt, die Werner Schneider aus Köln-Nippes vor dem Alten Rathaus für fünf Euro anbot. Die Mott war fest in Händen der Textilverkäufer. Hier schlug der Sommerschlussverkauf voll durch. Blusen gab es für zehn, Damenhosen für fünf und T-Shirts für drei Euro. Sieben Grußkarten "zum Selbstmischen" waren für drei Euro zu erwerben, unter ihnen sogar schon Weihnachtsmotive. Käufer gab es auch für Fliegenhauben, Dekodrachen, Enten aus Bambuswurzeln, Holzbrettchen mit Rezept für schwäbische Spätzle und die Graf-von-Monte-Wehro-Armbanduhr für 35 Euro. gtr