1. Saarland

Anlaufstelle öffnet Pfingstmontag

Anlaufstelle öffnet Pfingstmontag

Bexbach

Bexbach. Ihre Arbeit läuft seit Januar, und je mehr Bürger sich beteiligen, umso besser ist es für das Gesamtprojekt: Der kommende Pfingstmontag wird ein besonderer Tag für die Bexbacher Zentrumsmanagerin Dorothée Pirrung und ihre Mitstreiter: An diesem für einen solchen Anlass eher ungewöhnlichen Tag öffnet im Gebäude des ehemaligen Schuhhauses Ostheimer in der Bexbacher Rathausstraße das Büro des Zentrumsmanagements. "Wir haben uns den Tag bewusst ausgesucht, weil am Feiertag durch den Pfingstmarkt dann sicher Leben und Betrieb in der Stadt ist", meinte Pirrung im Gespräch mit der SZ.Seit dem vergangenen Jahr ist die Stadt Bexbach im Förderprogramm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren", eine Voraussetzung für die Förderung ist unter anderem der Aufbau eines Zentrumsmanagements, zu dem auch das neue Büro als Anlaufstelle für die Bürger gehört. Denn auch die Beteiligung der Bürger ist eine wesentliche Voraussetzung für die Förderung. Künftig wird Dorothée Pirrung mittwochs ganztägig in ihrem Büro erreichbar sein.

Derweil läuft die Arbeit an der Zentrumsgestaltung weiter: "Die erste Runde der sechs gegründeten Arbeitskreise mit Bürgern ist durch, ich werde die Ergebnisse jetzt zusammenfassen und den Entscheidungsträger vorlegen", kündigte Pirrung an. Für die Zentrumsmanagerin ist es ein "wichtiges Zeichen", im Zentrum das Büro zu eröffnen. "Es ist relativ groß und liegt ebenerdig, ist damit etwa auch für Rollstuhlfahrer zugängig. Jeden Mittwoch bin ich bis 16 Uhr vor Ort, um die Ideen der Menschen, aber natürlich auch ihre Sorgen und Nöte, weiterzugeben." Dort versteht man sich laut Pirrung dann als eine "Schnittstelle zwischen den Bexbacher Bürgern und der Verwaltung".

Das Zentrumsmanagement ist ein ehrgeiziges Projekt, das bei entsprechender Mitarbeit der Bürger große Tragweite haben kann: "Es geht bei dem Gesamtvorhaben darum, dass die Bürgerrinnen und Bürger mit uns zusammen die Vision des Zentrums als Ort des Lebens für alle Generationen Realität werden lassen." Es soll sich so darstellen, dass der Bürger dort für die Gesamtzeit seines Lebens die richtige Infrastruktur findet. Klar ist der Fachfrau aber auch: "Das Leben soll dort herrschen, deswegen müssen wir zuerst das Zentrum lebendig machen." Nicht zuletzt dafür dienen Arbeitsgruppen, wie etwa "Identität und Image" oder "Nutzungen", also das zentrale Thema in der Bexbacher City seit Jahren: Die Bekämpfung der Leerstände im Innenstadtbereich. Aber auch dem öffentlichen Leben dient eine Arbeistgruppe. Und natürlich "Städtebauliche Entwicklung mit Handel und Verkehr". Seit langen Jahren etwa doktert man an einer anderen Verkehrsführung herum. Oft schon war dann die Rede von einer Einbahnstraßen-Regelung, die es ermöglichen soll, die Verkehrsbelastung der Innenstadt zu verringern. Und viele Gewerbetreibende im Kernbereich würden gerne Kurzparkplätze unmittelbar vor den Geschäften sehen. Die Stadtverwaltung hat deshalb ein Planungsbüro für Verkehrswesen beauftragt, ein Verkehrsgutachten zu erstellen. Erste Verkehrszählungen sind bereits über die Bühne gegangen.

Foto: Thorsten Wolf

Meinung

Jetzt sind die Bürger gefragt

Von SZ-RedakteurRalph Schäfer

Der Begriff Zentrumsmanagement ist noch relativ neu in Bexbach. Umso wichtiger ist es, ihn zu einem Begriff zu machen, geht es doch darum, die Höcherberg-Stadt zukunfts- und lebensfähig zu machen. Und das auf einem Niveau, auf dem es sich gut leben lässt. Mit der Zentrumsmanagerin Dorothée Pirrung steht die handelnde Person dafür seit Monaten fest. Die Arbeit hat begonnen, rund 40 Bürgerinnen und Bürger sind dabei, ihre Ideen in Sachen Attraktivitätssteigerung einzubringen. Was noch fehlt, ist eine Anlaufstelle für neue Interessenten an der Zentrumsgestaltung. Denn es muss und soll nicht bei den 40 bleiben. Auch da wird jetzt Abhilfe geschaffen: Mitten im Zentrum, in der Rathausstraße, öffnet an Pfingstmontag im Gebäudes des ehemaligen Schuhhauses Ostheimer das Büro des Zentrumsmanagements. Ein wichtiger Schritt, können doch künftig die Bürger dort ihr Vorstellungen einbringen. Sie sind als Hauptbetroffene des gesamten Projekts jetzt gefragt, durch aktive Mitarbeit Neues zu entwickeln. Und sie werden quasi mit den Füßen abstimmen über Erfolg und Misserfolg des Zentrumsmanagements für die Höcherberg-Stadt.

Auf einen Blick

An Pfingstmontag öffnet im Gebäude des ehemaligen Schuhhauses Ostheimer in der Bexbacher Rathausstraße das Büro des Zentrumsmanagements. Jeden Mittwoch wird Zentrumsmanagerin Dorothée Pirrung bis 16 Uhr dort vor Ort sein, um die Ideen der Bürger in Sachen Zentrums-Umgestaltung , aber auch ihre Sorgen und Nöte, aufzunehmen und weiter zu geben. rs