1. Saarland

Anhaltende Trockenheit fördert Waldbrandgefahr

Anhaltende Trockenheit fördert Waldbrandgefahr

Mit vielen Sonnenstunden und wenig Niederschlag fiel der April 2011 sehr trocken und zu warm aus. Als neuer Rekordmonat erreichte der April eine Durchschnittstemperatur von 13,1 Grad und verdrängte den April 2007 mit 12,9 Grad auf den zweiten Platz. Seit Beginn der amtlichen Wetteraufzeichnungen wurden keine höheren Temperaturen für diesen Monat in der Region aufgezeichnet

Mit vielen Sonnenstunden und wenig Niederschlag fiel der April 2011 sehr trocken und zu warm aus. Als neuer Rekordmonat erreichte der April eine Durchschnittstemperatur von 13,1 Grad und verdrängte den April 2007 mit 12,9 Grad auf den zweiten Platz. Seit Beginn der amtlichen Wetteraufzeichnungen wurden keine höheren Temperaturen für diesen Monat in der Region aufgezeichnet. Die anhaltende Trockenheit bereitet der Landwirtschaft Sorgen, da sich größere Ernteausfälle abzeichnen; und die Waldbrandgefahr steigt.Zum Monatsanfang erreichte eine Kaltfront aus nördlichen Breiten die Region und sorgte für das typische Aprilwetter mit kleineren Gewitterzellen und kurzen Regenschauern.Doch schon nach ein paar Tagen startete die vorsommerliche Wetterlage. Sie entstand so: Ein kräftiges Hoch festigte seine Position über der Nordsee und blockierte so die west-östliche Zugrichtung von zwei getrennten Tiefdruckgebieten. Eines der Tiefs wanderte nun südlich um das Hoch herum und positionierte sich über Südost-Europa; das zweite Tief positionierte sich über Südfrankreich. Diese Konstellation ähnelt auf der Wetterkarte dem griechischen Großbuchstaben Omega, weshalb man auch von einer Omega-Lage spricht. Wegen der gegenläufigen Luftmassen-Drehrichtungen in Hoch- und Tiefdruckgebieten kam trockene Luft aus Osteuropa zu uns. Zugleich lenkte eine zweite Strömung feucht-warme Mittelmeer-Luft über die Region hinweg. Diese sehr stabile Wetterlage dominierte fast den kompletten April.

Kleinere Kaltlufteinbrüche am 4., 12. und 29. April sorgten teilweise für kurze lokale Gewitter mit verhältnismäßig wenig Niederschlag. Bodenfrost wurde am 13., 15. und 16. April gemessen, wobei die Temperatur am 16. April in den Morgenstunden auf minus 1,4 Grad fiel. Am 23. April kletterte das Thermometer bei Windstille auf die Monatshöchsttemperatur von 30,7 Grad - langjähriger Monatsrekord. Der April war mit 13,1 Grad Durchschnittstemperatur um 2,4 Grad Celsius zu warm und mit einer Niederschlagssumme von 20,5 Liter pro Quadratmeter bei neun Niederschlagstagen zu trocken. Es wurden rund 192 Sonnenscheinstunden gemessen, was dem langjährigen Monatsmittel entspricht. Aktuell liegt unsere Region im Einfluss einer kleinen Kaltfront. Die Tagestemperaturen erreichen 20 Grad bei frischem Wind aus Nordost.

Achtung Gartenfreunde, in den teils wolkenlosen Nächten ist mit leichtem Bodenfrost zu rechnen. Im weiteren Verlauf könnten auch die so genannten Eisheiligen - Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie - vom 11. bis 15. Mai nochmals für eine leichte Abkühlung sorgen.