Angriff aus dem „Niemandsland“

Angriff aus dem „Niemandsland“

Obwohl die SF Köllerbach in der Winterpause nur Platz acht der Fußball-Saarlandliga belegen, beträgt der Abstand zu Relegationsplatz zwei nur drei Punkte. Der Fokus in der Vorbereitung liegt jetzt auf der Abwehrarbeit.

Platz acht lautet die Realität für die Sportfreunde Köllerbach in der Fußball-Saarlandliga. Was sich nach grauer Mittelfeldmaus und "Niemandsland" der Tabelle anhört, ist in Wirklichkeit eine gute Ausgangsposition für die Restrunde. Zwischen Relegationsplatz zwei, belegt vom FV Diefflen (38 Punkte), und dem Neunten SC Halberg Brebach (34), liegen nur vier Punkte. Die Sportfreunde sind also, was den Relegationsplatz angeht, mit 35 Zählern voll in Schlagdistanz.

"Es sind noch 14 Spiele zu absolvieren, in denen drei Punkte absolut aufzuholen sind. Dennoch kämpfen acht Mannschaften um diesen zweiten Platz. Das verspricht eine unheimlich spannende Rückrunde", sagt Köllerbachs Spielertrainer Davit Bakhtadze: "Natürlich haben wir bisher eher eine mittelmäßige Runde gespielt. Der Fokus in der Vorbereitung liegt auf der Abwehrarbeit der gesamten Mannschaft. Wir haben zu viele Gegentore bekommen." 40 an der Zahl - in 20 Spielen. Bereits das erste Saisonspiel gegen den FV Eppelborn gilt als Spiegelbild der Saison. Nach einer 3:1-Führung schaffte der FVE noch ein 3:3 in der Schlussphase.

In den nächsten Spielen wurde der Mitfavorit auf den Aufstieg seiner Rolle gerecht, doch das Heimspiel gegen den FV Diefflen deckte alle Probleme der Sportfreunde gnadenlos auf. Beim 2:7 brach die Mannschaft in Hälfte zwei regelrecht auseinander. Nach dem 3:1-Auswärtssieg beim Tabellenletzten SV Klarenthal gab es erneut sieben Gegentreffer beim Aufsteiger VfL Primstal (2:7). Es war der bisherige Tiefpunkt.

Die Achterbahnfahrt ging mit einem 1:0-Sieg über Tabellenführer SV Saar 05 Saarbrücken weiter. Dieser hat inzwischen sieben Punkte Vorsprung auf Platz zwei und zehn Zähler auf Köllerbach. "Realistisch ist der erste Platz für uns nicht mehr, da muss sich Saar 05 schon fast selbst schlagen. Der Kampf dahinter wird umso interessanter", schätzt Bakhtadze. Der Stürmer ist mit 15 Toren Köllerbachs sicherster Schütze. Doch auch er konnte die blutleeren Auftritte gerade bei Auswärtsspielen nicht verhindern. Nach dem 2:4 gegen den FSV Jägersburg wurde das Trainerteam umgestellt. Norbert Groß, ehemaliger Köllerbach-Trainer, arbeitet seitdem an der Seite von Bakhtadze. Für ihn musste Dimitri Abazadze seinen Trainerstuhl räumen.

Dennoch gingen die Sportfreunde mit einer 1:2-Niederlage gegen den SV Mettlach in die Winterpause. Dadurch fiel das Team auf Platz acht zurück. "Dieses Spiel war noch lange in den Köpfen, spielt aber in der Vorbereitung gar keine Rolle mehr", sagt Bakhtadze. Der Stürmer ist zuversichtlich, dass das Saisonziel Relegationsplatz zwei erreicht wird. "Wir haben die nötige Qualität, sind nun fünf Monate als Mannschaft zusammen und stabiler geworden. An der Kompaktheit und den Laufwegen werden wir weiter arbeiten."