Angebote für gute Taten

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Homburg/St. Ingbert. Zum Jahresanfang werden in den Städten und Dörfern der Pfalz und der Saarpfalz wieder Mädchen und Jungen als Sternsinger und als die Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar unterwegs sein. "Utub joon bu bees" heißt das Leitwort der bundesweiten 52. Aktion Dreikönigssingen - "Kinder finden neue Wege"

Homburg/St. Ingbert. Zum Jahresanfang werden in den Städten und Dörfern der Pfalz und der Saarpfalz wieder Mädchen und Jungen als Sternsinger und als die Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar unterwegs sein. "Utub joon bu bees" heißt das Leitwort der bundesweiten 52. Aktion Dreikönigssingen - "Kinder finden neue Wege". Beispielland sei diesmal das afrikanische Land Senegal. Neue Wege gehen nach Angaben von Thomas Fandel vom Bischöflichen Ordinariat auch der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und das Referat für weltkirchliche Aufgaben im Bistum Speyer, die alle Sternsinger der Diözese zum ersten Mal nicht zur Eröffnung, sondern zu einer zentralen Dankfeier am Samstag, 16. Januar, nach Speyer einladen . Der Grund: Dieses Mal enden die Schulferien im Saarland schon am 2. Januar und in Rheinland-Pfalz am 5. Januar. Dadurch haben viele Sternsingergruppen weniger Zeit um den Segen in die Häuser zu bringen und Geld für Kinder und Jugendliche in Not zu sammeln. Mit der Verlegung der zentralen Feier wollen die Veranstalter den Sternsingern und Sternsingerinnen die Chance geben, sich sowohl in ihrer Pfarrgemeinde zu engagieren als auch an der zentralen Feier teilzunehmen - ohne zeitlichen Druck. Die 52. Aktion ist am Dienstag im Erzbistum Hamburg bundesweit mit 1400 Mädchen und Jungen eröffnet worden. Am Montag, 4. Januar, wird Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin Sternsinger aus allen Bistümern empfangen. Die Diözese Speyer wird von vier Sternsingern aus der Pfarrei St. Johannes aus St. Ingbert-Rohrbach vertreten. Sternsinger aus der Pfarreiengemeinschaft Homburg St. Fronleichnam dürfen am Mittwoch, 6. Januar, am Empfang in der Staatskanzlei in Saarbrücken teilnehmen.Bei der 51. Aktion zum Beginn 2009 sammelten die Mädchen und Jungen aus 12087 Pfarrgemeinden 39,6 Millionen Euro. Mit 1,3 Millionen Euro hatten die Sternsinger aus dem Bistum Speyer, zu dem auch der Saarpfalz-Kreis zählt, zu dem Ergebnis beigetragen. Um eine "großzügige Gabe" für die Menschen in Lateinamerika haben neben dem Speyerer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann auch katholischen Geistliche aus Homburg, Bexbach, Kirkel oder St. Ingbert wie etwa Dekan Pirmin Weber die Gläubigen im Bistum Speyer aus Anlass der "Adveniat"-Aktion 2009 gebeten. Im Mittelpunkt der Solidaritätsaktion, für die über Weihnachten in allen katholischen Gottesdiensten gesammelt wurde, steht die weltweite Armutsproblematik. Das Hilfswerk fördert jährlich mehr als 3000 Projekte mit rund 40 Millionen Euro. Die Katholiken im Bistum Speyer spendeten am Weihnachten 2008 rund eine Million Euro für "Adveniat". In diesem Jahr dürfte nach Schätzung die gleiche Summe zusammenkommen. Die Evangelische Kirche der Pfalz, die auch den Namen Protestantische Landeskirche führt, startete in diesem Jahr am 1. Advent in Rockenhausen ihre 51. Spendenaktion "Brot für die Welt". Der dortige Dekan Christian Rust ist in unserer Region kein Unbekannter. Er war Pfarrer der Kirchengemeinde Einöd-Ingweiler, die zum Dekanat Zweibrücken gehört. Im vergangenen Jahr war der Auftakt in der Protestantischen Stadtkirche in Homburg. Rust zu unserer Zeitung: "Im Kirchenbezirk ist es schon vor dem Start der Aktion gelungen, Menschen aller Generationen für das Thema weltweite Gerechtigkeit und damit für die Arbeit von Brot für die Welt zu interessieren." Insbesondere die Aktion "Sterne für Brot", die vom Pfarramt für Kindergottesdienst und vom Diakonischen Werk Pfalz entwickelt worden ist, sei auf große Resonanz sogar außerhalb der Kirchengemeinden gestoßen. "Die Kirchenbesucher haben gerne gegeben", sagte Bärbel Ganster-Johnson, Pfarrerin der Kirchengemeinden Niederbexbach und Kleinottweiler, zu unserer Zeitung. Auch in anderen Gemeinden, etwa am Höcherberg und im Bliestal, haben die Gläubigen gerne ihren Portemonnaie geöffnet. Seit über 50 Jahren sammelt das von allen evangelischen Kirchen in Deutschland getragene Hilfswerk Spendengelder, um Menschen in Entwicklungsländern zu helfen. Im Jahr 2008 wurden in der Pfalz und Saarpfalz 1031623 Euro gespendet. Auch diesmal könnte diese Summe erreicht werden, hieß es am Dienstag auf Anfrage unserer Zeitung. "Unser evangelisches Hilfswerk Brot für die Welt steht für sinnvolle und erfolgreiche Entwicklungshilfe", betonte Kirchenpräsident Christian Schad. Dieses Werk gelte in Deutschland als Inbegriff christlicher Nächstenliebe und Unterstützung. Dabei gingen ihre Projekte weit über die rein materielle Hilfe hinaus. Es gehe nicht um ein Einpflanzen europäischer Vorstellungen, sondern um ein gemeinsames Lernen, wie Menschen unter ihren Bedingungen und mit ihren Mitteln sich ihre Lebensgrundlage sichern und dabei ihre Umwelt schonen können, so Schad.

HintergrundDie Aktion "Hoffnung für Osteuropa" der Protestantischen Landeskirche der Pfalz wurde im Jahr 1994 als Antwort auf den Wandel in den ehemaligen Ostblock-Ländern ins Leben gerufen. Die Aktion will Hilfe zur Selbsthilfe leisten und fördert deshalb den Aufbau langfristiger Strukturen in der Kirche und Diakonie. Seit Jahren bestehen Partnerschaften und inzwischen auch Freundschaften zwischen Pfälzer und Saarpfälzer Gemeinden und Christen in Russland, der Ukraine, Litauen und in Rumänien. jkn

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