An Neu war nicht vorbeizukommen

An Neu war nicht vorbeizukommen

St. Ingbert. Die Tischtennis-Fans wussten am Wochenende gar nicht, wohin sie gehen sollten. Nach Saarbrücken, wo unter anderem Timo Boll beim energis Masters aufschlug, oder nach St. Ingbert, wo die saarländischen Spitzenspieler bei den Landesmeisterschaften antraten. Eine eher unglückliche Terminplanung der Veranstalter

St. Ingbert. Die Tischtennis-Fans wussten am Wochenende gar nicht, wohin sie gehen sollten. Nach Saarbrücken, wo unter anderem Timo Boll beim energis Masters aufschlug, oder nach St. Ingbert, wo die saarländischen Spitzenspieler bei den Landesmeisterschaften antraten. Eine eher unglückliche Terminplanung der Veranstalter. "Trotz der Konkurrenz des energis Masters kamen insgesamt 300 Zuschauer in die Halle", zog der erste Vorsitzende der TTG Rohrbach-St. Ingbert, Klaus Wagner, am Sonntagabend zufrieden Fazit. Der Vizepräsident des Saarländischen Tischtennis-Bundes, Erich Philippi, lobte den Veranstalter. "Wie bereits in früheren Jahren hat die TTG ihre Sache gut gemacht. Allerdings finden die Landesmeisterschaften im kommenden Jahr wohl zum letzten Mal in dieser Halle statt, da in Saarbrücken eine neue Tischtennis-Halle entsteht. Auf jeden Fall kann ich versprechen, dass die Saarlandmeisterschaften und das Masters nicht mehr zeitgleich stattfinden."Aus sportlicher Sicht gab es an Nikola Neu vom TTSV Saarlouis-Fraulautern kein Vorbeikommen. Die 32-Jährige setzte sich sowohl im Mixed als auch im Doppel und im Einzel durch. "Natürlich war dieser riesige Erfolg im Vorfeld nicht zu erwarten. Im Mixed musste ich nach der Knieverletzung von Jörg Raber kurzfristig mit einem neuen Partner zurechtkommen, doch Oliver Thomas und ich haben überraschend gut harmoniert", meinte Neu.Sie ließ sich im Einzelfinale auch von der 18-jährigen Theresa Adams (ATSV Saarbrücken) nicht aufhalten. Neu lag zwar nach den ersten beiden Sätzen, die sie jeweils mit 7:11 abgab, schon mit 0:2 zurück. Doch dann drehte sie den Spieß um und behielt in den Sätzen drei bis sechs mit 12:10, 11:6, 15:13 und 11:9 die Oberhand. Damit schnappte sie sich zum sechsten Mal in ihrer Karriere den Saarlandmeistertitel im Einzel. Im Damen-Doppel gewann sie gegen die beiden 15-jährigen Sarah Bläs und Jessica Loew (Niederlinxweiler/Saarlouis-Fraulautern) klar mit 3:0.Auch Dennis Dickhardt vom 1. FC Saarbrücken grinste bei der Siegerehrung wie ein Honigkuchenpferd. Der Regionalligaspieler setzte sich im Einzelfinale mit 4:0 gegen seinen Vereinskameraden Christoph Wagner durch. Zudem holte er im Doppel den Titel an der Seite von Stephan Pache (auch FCS) hauchdünn mit 12:10 im fünften Satz gegen die Besseringer Christoph Brubach und Andreas Koch. sho

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