An Musik wird es beim Rosenmontagszug nicht mangeln

An Musik wird es beim Rosenmontagszug nicht mangeln

Neunkirchen. Damit das mit der Musik die nächsten Jahre zumindest zum Teil gesichert ist, soll die Bläserphilharmonie Saar vom Zugmarschall des Neunkircher Rosenmontagszuges, Friedel Wagner, einen Fünf-Jahres-Vertrag angeboten bekommen. Zumindest liebäugelt Wagner mit diesem Gedanken. Seit 2003, im zehnten Jahr also, plant und organisiert Wagner den Zug jetzt schon

Neunkirchen. Damit das mit der Musik die nächsten Jahre zumindest zum Teil gesichert ist, soll die Bläserphilharmonie Saar vom Zugmarschall des Neunkircher Rosenmontagszuges, Friedel Wagner, einen Fünf-Jahres-Vertrag angeboten bekommen. Zumindest liebäugelt Wagner mit diesem Gedanken. Seit 2003, im zehnten Jahr also, plant und organisiert Wagner den Zug jetzt schon. Dabei hat sich so einiges geändert. Die Musikkapellen sind immer weniger geworden, weiß er beim SZ-Besuch zu erzählen. Grund: "Die Musiker bekommen oft nicht mehr frei." Trotzdem hat es Wagner auch für den Zug in diesem Jahr geschafft, elf Kapellen zusammenzubekommen. Darunter ganz neu "Die Querkepp" und das "Vollton Projekt" (hat sich von der Gruppe Hörsturz abgespalten). Neu ist neben der Bläserphilharmonie auch wieder der Fanfarenzug Ottweiler.Insgesamt gibt es 41 Abteilungen mit insgesamt 120 Gruppen. Seit einigen Jahren fährt der Prinzenwagen vorneweg. "Die haben nie was vom Zug mitbekommen. Jetzt bleiben die in der Lindenallee und alle Teilnehmer patrouillieren daran vorbei." Davor noch die Schießbuwe ("so lange sie dabei sind"), Spiesen und Bexbach ("dieses Jahr erstmals auch Oberbexbach"), alle freiwillig vorneweg. Nach den NKA-Vereinen ("jedes Jahr neu gemischt nach Farben, ausgehend vom Verein, der das Prinzenpaar stellt") kommen noch Initiativen wie die Philippinische Kulturgesellschaft.

Langfristig, so glaubt Wagner, werden man Züge zusammenlegen. Wegen der Sicherheitsbestimmungen. Hohe Sicherheitsstandards seien in Neunkirchen gang und gäbe: 20 Zentimeter Bodenfreiheit, rundum zugebaut und für jedes Rad ein Ordner mit Warnweste gilt für die Lkw. Das heißt für den längsten unter ihnen, den Super-Tieflader des KKW, zehn Ordner.

834 Meter lang wird der Zug sein, der in der Hermannstraße um 14.11 Uhr mit 1596 Teilnehmern startet. Zu deren Orientierung sind Zettel mit Nummern an den Hauswänden. Während des Zuges wird Wagner selbst dieses Mal nicht hin und her laufen ("ich hatte schon Jahre, da bin ich die Strecke fünf Mal gelaufen"). Er wird am Mantes-la-Ville-Platz dafür sorgen, dass alles im Fluss bleibt für die Fernsehübertragung. Neben der obligatorischen Straßenbahnfahrer-Uniform aus dem Jahr 1959 wird er die Mütze des kürzlich verstorbenen Funken-Senators Kurt Weber tragen. Zu dessen Ehren der Zug im Übrigen läuft. "Mit ihm und Harald Loch (Wagners Vorgänger, Anm. der Red.) haben wir jetzt schon zwei Fürsprecher fürs gute Wetter im Himmel." Gefühlte zwölf Grad sagt er voraus. ji

Foto: Elias