Alte Formen auf dem Karlsberg erwachen zum Leben

Alte Formen auf dem Karlsberg erwachen zum Leben

Teile des einstigen Schlosses von Herzog Karl II. August auf dem Karlsberg erwachen wieder zum Leben. Die Arbeiten an Tosbecken und Orangerie durch den Saarpfalz-Kreis werden von Wirtschaftsministerium und der Stiftung Karlsberger Hof unterstützt.

Auf dem Plateau des Karlsberges befanden sich einst ein prächtiges Schloss wie auch wunderschöne Parkanlagen, darunter die Karlslust, die nur Herzog Karl II. August zugänglich war. Übrig geblieben sind von diesem Park, den ein Zeitgenosse als ein "weitläufiges Feengewäld mit schönen Szenen und Bizarrerien" bewunderte, vor allem die beiden Schwanenweiher und das Tosbecken. Nachdem bereits vor Jahren die Schwanenweiher vom Land Rheinland-Pfalz saniert worden sind, ist nunmehr das Tosbecken ebenfalls saniert und auch neu gestaltet worden. In dieses Tosbecken stürzte einst auf Geheiß des Herzogs Wasser über eine Kaskade von einem Speicherbecken aus dem Berg. In einer etwas verkleinerten Form ist die barocke Beckeneinfassung in Cortenstahl, einem wetterfesten Baustahl mit Rostpatina, nachgebaut worden. In den nächsten Wochen stehen die Sanierung und Neugestaltung der Orangerie an. In diesem früheren repräsentativen Dreiflügelbau überwinterten exotische Bäume und Pflanzen. Dazu Bernhard Becker, Leiter des Amtes für Heimatpflege des Saarpfalz-Kreises: "Neben der Sicherung der Ruinenteile wird auch die lange Außenwand im nördlichen Bereich nicht mehr rekonstruiert, sondern in Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt mit Cortenstahl "verkleidet" beziehungsweise visualisiert. Mit dieser Materialwahl sollen optisch der historische Sandstein imitiert und gleichzeitig ein historisierender Fehlgriff vermieden werden. Außerdem soll Cortenstahl durch sein Verwitterungsbild den historischen Zerfallsprozess andeuten." Die Arbeiten an Tosbecken und Orangerie sind der Kooperation "Wald-Park Schloss Karlsberg" erst durch finanzielle Unterstützungen der Ministerien für Wirtschaft und Inneres wie auch durch die Stiftung Karlsberger Hof ermöglicht worden. Zur "Wald-Park"-Kooperation fanden sich vor fünf Jahren das Ministerium für Umwelt, SaarForst, die Kreisstadt Homburg und der Saarpfalz-Kreis zusammen, um auf dem Karlsberg "an die Denkmalobjekte und Kulturlandschaftselemente zu erinnern, sie zu erhalten und zu pflegen" und auch das Areal touristisch zu erschließen.

saarpfalz-kreis.de

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