1. Saarland

Als Kaiser Maximilian die Stadt besuchte

Als Kaiser Maximilian die Stadt besuchte

St. Wendel. Vom Reichstag zu Trier und Kaiser Maximilians Ausflug nach St. Wendel vor 500 Jahren berichteten Margarete Stitz und Roland Geiger. Stitz stellte den Bericht des kurfürstlichen Sekretärs Peter Maier über diesen Reichstag vor. Maiers Aufzeichnungen beginnen fünf Wochen vor Tagungsbeginn am 16

St. Wendel. Vom Reichstag zu Trier und Kaiser Maximilians Ausflug nach St. Wendel vor 500 Jahren berichteten Margarete Stitz und Roland Geiger. Stitz stellte den Bericht des kurfürstlichen Sekretärs Peter Maier über diesen Reichstag vor. Maiers Aufzeichnungen beginnen fünf Wochen vor Tagungsbeginn am 16. April 1512 und beschreiben die Anreise des Kaisers und der Teilnehmer aus Europa. Trier hatte damals bei 7000 Einwohnern 30 Kirchen und Klöster und eine Universität, war aber mit der Unterkunft für die Tagungsteilnehmer und 100 000 Pilger zum Heiligen Rock überfordert. Der Grund, den Reichstag nach Köln zu verlegen, war, dass Kaiser Maximilian bei Streitigkeiten in den Niederlanden eingriff.Maximilian war unter anderem ein leidenschaftlicher Jäger. Vom 30. März bis 2. April unternahm er einen Ausflug von Trier nach St. Wendel, aber nicht begleitet vom Kurfürsten und einem glänzenden Gefolge, wie in Max Müllers "Geschichte der Stadt St. Wendel" zu lesen ist, sondern "mit nur wenigen Reitern". So schrieb es ein Gesandter der Stadt Worms an seinen Bürgermeister. Weil man über die Vorgänge in St. Wendel nichts weiß, erfand Geiger den Augenzeugenbericht eines neugierigen Weißgerbersohnes vom abendlichen Einzug eines jagdmüden Kaisers in die Burg. Der Bursche wusste unter anderem, dass Maximilian bereits Ende April 1508 in St. Wendel gewesen war. Geiger schloss mit dem von Maier beschriebenen Event, das man in Trier dem Reichstag bieten konnte: Ein herantransportierter Seehund versenkte in einem Weiher vier Hunde, die ihn erlegen sollten. red