1. Saarland

Akrobatik auf dem Schulhof

Akrobatik auf dem Schulhof

Springen, laufen, rollen, klettern: Das ist „Parkour“. Jetzt können auch die Schüler der Weißgerber-Schule die Faszination von „Parkour“ auf dem neu gestalteten Schulhof kennen lernen. Zur Einweihung kamen auch zwei „Parkour“-Experten aus Mannheim.

Die Schüler der Katharine-Weißgerber-Schule können ihre Pausen jetzt richtig genießen: Der Regionalverband hat den Schulhof sanieren und um einige Sport- und Bewegungsmöglichkeiten erweitern lassen. Gestern wurde der neue Platz eingeweiht. Neben neuen Tischtennisplatten und diversen Sitzgelegenheiten erhielt die Schule eine sogenannte "Freerunning-Parkour-Landschaft". Schulleiterin Angelika Bastuck: "Die Neugestaltung des Schulhofes war zügig beendet. In den großen Ferien fingen die ersten Bauarbeiten an, und Ende September konnte das Projekt zufriedenstellend beendet werden." Der Regionalverband habe die Kosten von rund 110 000 Euro übernommen. Nicolai Schneider und Nicolas Lösch, "Parkour"-Profis aus Mannheim, kamen zur Einweihung des neuen Schulhofes, um den Schülern in der großen Pause zu zeigen, wie sie das Gerät am besten nutzen können. Die beiden gehören zu einer Gruppe von Bewegungskünstlern, die die Stadt nutzen, um sich schnell und effizient fortzubewegen. So zeigten die zwei "Parkour"-Experten den noch etwas schüchternen Schülern Tricks an ihrem neuen Spielgerät. Raphael Müller, der "Parkour" schon einige Zeit verfallen ist, kann sich Tricks bei den Profis abschauen. "Ich mache das jetzt ungefähr zwei bis drei Jahre und finde unser neues Spielgerät echt gut. Da kann ich selbst in den Pausen trainieren und üben. Außerdem finde ich die beiden Jungs aus Mannheim klasse", berichtet der 14-Jährige begeistert.

Fabienne Horff ist kritischer: "Das Gerät sieht schon cool aus, allerdings werde ich es eher weniger nutzen. Ich finde, das ist ein Jungensport, obwohl eine Freundin von mir auch Spaß daran hat." Die 15-Jährige freut sich, dass der Schulhof richtig schön geworden ist. "Hier gab es ja vorher gar nichts", sagt die 13-jährige Jasmin Hegazi. "Jetzt würde ich mir in der Pause auch mal überlegen, Tischtennis zu spielen." Niklas Farrokh schwärmt: "Mir hat die Show von den zwei Profis super gefallen. Wir haben in den Pausen sonst immer nur geredet oder mal American Football gespielt. Zum Üben finde ich die neuen Spielgeräte echt gut. Es wäre eine Überlegung wert, mit dem Parkour anzufangen."