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Afrika-Himmel über Reden

Afrika-Himmel über Reden

Reden. Afrika-Himmel über Reden? Ja, das geht. Im Erweiterungsbau Gondwana II hat jetzt der Innenausbau begonnen, Landschaftsszenarien entstehen. Und die künftige Dinoshow-Arena - eingebettet in die neue Halle- überspannt inzwischen eine blaue Decke mit weißen Wölkchen. Nicht irgendein Blau, nicht irgendwelche Wölkchen

Reden. Afrika-Himmel über Reden? Ja, das geht. Im Erweiterungsbau Gondwana II hat jetzt der Innenausbau begonnen, Landschaftsszenarien entstehen. Und die künftige Dinoshow-Arena - eingebettet in die neue Halle- überspannt inzwischen eine blaue Decke mit weißen Wölkchen. Nicht irgendein Blau, nicht irgendwelche Wölkchen. "Wir haben extra den Himmel in Kenia fotografieren lassen - trockener Himmel über trockener Steppe", erzählt am Telefon Gondwana-Betreiber Matthias Michael Kuhl auf Anfrage unserer Zeitung. "Und mit einem aufwendigen technischen Verfahren haben wir das Foto ans Hallendach gebracht." Stimmig soll alles sein.

Beginn mit dem Urknall

Wir erinnern uns: In Halle eins zeigt Kuhl die Evolutionsgeschichte vom Urknall bis zum Aussterben der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren. In Halle zwei will er die Geschichte bis zum Menschen weiter erzählen. Investor für den Ausbau ist das Land mit 7,7 Millionen Euro (wir berichteten).

Derzeit sind acht Firmen mit rund 50 Arbeitern im Einsatz, so Kuhl. Da sind zum Beispiel sogenannte Rockworker. Sie modellieren Felsen. Für die Felsen werden nach Gondwana-Angaben 130 Tonnen Beton an Decken und Wände in der Höhle verbaut, 500 Tonnen im gesamten Bau. 18 000 Kilo Stahl braucht es für die Felsenunterkonstruktion, 15 000 Kilo Stahl für die Show-Arena. Auch Bäume "wachsen" in Kenner-Händen. Der afrikanische Steppenbaum für die Show-Arena entstand in kalifornischer Werkstatt, wie Kuhl erzählt. Er bekommt noch einen zweiten, kleineren Artgenossen. Der große Steppenbaum wird nach Gondwana-Angaben sieben Meter hoch, fünf Meter breit und zwei Tonnen schwer.

Die Sprache auf der Redener Großbaustelle ist international - Deutsch, Englisch, Französisch, Portugiesisch. Bald wohl auch Japanisch. Im November erwartet Kuhl die Einzelteile seiner beweglichen, computergesteuerten Riesen-Echsen, den Hauptdarstellern auf der Showbühne. "Sie sind derzeit auf dem Ozean unterwegs zu uns", sagt Kuhl. Sind sie da, kommen auch die japanischen Animations-Spezialisten, um die Dinos für ihren Auftritt zu programmieren.

Wie lange das dauern wird, mochte Kuhl sich gestern auf Nachfrage nicht festlegen. Und hält sich deshalb auch den genauen Eröffnungstermin für Gondwana II offen: "Ich hoffe, dass wir es noch wie geplant vor dem Jahreswechsel hinkriegen. Aber es kann auch Januar oder Februar werden."