„Äußerste Disziplin ist angesagt“

„Äußerste Disziplin ist angesagt“

Neujahrsempfänge dienen unter anderem dazu, Mut zu machen für das, was an neuen Aufgaben zu bewältigen ist. Nicht anders war dies am Freitagabend, als Sulzbachs Bürgermeister einigen Optimismus versprühte.

Lang war die Schlange am Freitag Abend im Treppenhaus der Sulzbacher Aula. Über 300 geladene Gäste bildeten ein imposantes Defilee aus Vertreterinnen und Vertretern von Politik, Wirtschaft, Gewerbe, Sport und Kultur, um beim Neujahrsempfang der Stadt Sulzbach Bürgermeister Michael Adam und seiner Frau Stefanie die Hände zu schütteln und die besten Wünsche für 2014 auszutauschen. "Wir starten mit Verspätung", sagte Moderator Michael Bleif, "aber wir werden das im Lauf des Jahres 2014 wieder aufholen." Kürzer als das übliche Empfangsprocedere war dann auch die Rede des Verwaltungschefs. Nicht zuletzt, weil er den Rückblick nicht selbst vortrug, sondern das Jahr 2013 in einer einfachen Multimedia-Vorführung noch einmal Revue passieren ließ. Den Ausblick auf das gerade begonnene Jahr gestaltete Adam vorsichtig optimistisch. "Nicht alles, was wünschenswert ist, ist auch machbar. Äußerste Disziplin ist angesagt", sagte er zum Thema Finanzen "dennoch dürfen wir uns nicht totsparen, sondern müssen mit Blick in die Zukunft ,intelligent' sparen. Das ist bisher gelungen."

Adam wies darauf hin, dass zahlreiche Unternehmen in Sulzbach im abgelaufenen Jahr positive Schlagzeilen gemacht haben und teilweise expandieren konnten. Für 2014 kündigte er den Bau einer neuen Turnhalle an der Mellinschule an und die Einrichtung einer Abbiegespur am Quierschieder Weg, damit "diese nervigen Staus endlich ein Ende finden."

Den ersten gesellschaftspolitische Impuls stellte die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde mit der französischen Gemeinde Arc et Senans dar. "Diese Partnerschaft ist das Ergebnis einer Initiative der zuständigen Stellen des Saarlandes und von Frédéric Joureau, dem Generalkonsul Frankreichs im Saarland aus Anlass des 50. Jubiläums des Deutsch-Französischen Freundschaftsvertrages", erklärte Jacques Maurice, der Bürgermeister der neuen Partnerstadt, "wenn man eine solche Partnerschaft eingeht, dann möchte man damit zum Ausdruck bringen, dass man sich Werten wie dem Frieden, der Brüderlichkeit, der Toleranz und der Zusammenarbeit verpflichtet fühlt, aber auch, dass man den Austausch pflegen will, den Austausch von Ideen, von praktischen Erfahrungen im Bereich der Stadtentwicklung, der Umweltpolitik und der Bildung." Im Mittelpunkt der Städtepartnerschaft soll zunächst der Schulaustausch stehen sowie die Bereiche Bildende Kunst und Tourismus. In den Grundschulen in Arc et Senans wird in diesem Jahr als erster Schritt der Partnerschaft flächendeckend Deutschunterricht eingeführt. "Ich fühle mich in Sulzbach zuhause", fasste Generalkonsul Joureau seine Gefühle zusammen, "weil die Menschen hier nicht nur über die deutsch-französische Freundschaft reden, sondern sie leben."

Bürgermeister Adam sprach von einem Jahr voller Chancen, und lud alle ein teilzunehmen: "Machen wir was draus - am besten gemeinsam."