1. Saarland

Ärzte-Tagung zum kranken Sehnerv

Ärzte-Tagung zum kranken Sehnerv

Homburg. Zum zweiten Mal nach 2007 hat am vergangenen Wochenende das "Homburger Glaukom-Symposium" stattgefunden

Homburg. Zum zweiten Mal nach 2007 hat am vergangenen Wochenende das "Homburger Glaukom-Symposium" stattgefunden. Auf Einladung von Professor Berthold Seitz, dem Leiter der Klinik für Augenheilkunde am Homburger Uni-Klinikum, nutzten damit erneut Mediziner und Wissenschaftler aus vielen Ländern die Gelegenheit, den aktuellen Stand in der Behandlung des Grünen Stars zu diskutieren und sich über neue Entwicklungen zu informieren.

Der Grüne Star gehört zu dem am weitesten verbreiteten Erkrankungen des Sehnervs und kann, neben den so genannten Ausfällen im Gesichtsfeld, auch im schlimmsten Fall zur Erblindung führen. Verantwortlich für diese Schädigung des Sehnervs ist oft ein zu hoher Innendruck des Auges, aber auch Durchblutungsstörungen können bei einem normalen Augeninnendruck zu einem Glaukom führen. So stand auch die Frage, ab wann eine Behandlung einzuleiten ist, im Zentrum der Diskussionen am Veranstaltungsort, dem Homburger Saalbau. Seitz: "Wichtig ist, dass man ab einem Alter von 40 Jahren einmal jährlich eine Vorsorgeuntersuchung wahrnimmt." Auch die Frage nach einem ganzheitlichen Ansatz in der Behandlung von Glaukomen fand seinen Widerhall in den Vorträgen.

Wesentliches Merkmal des Homburger Symposiums ist sein internationaler Charakter. "Nachdem unser erstes Symposium dieser Art im Jahr 2007 eine sehr positive Resonanz gefunden hat, konnten wir auch für diese Tagung wieder renommierte internationale Referenten gewinnen", so Seitz in seinem Grußwort. Stellvertretend für diese Internationalität waren es in diesem Jahr Mediziner aus den USA und Griechenland, die zu Diagnose und Behandlungsmethoden informierten. Im inhaltlichen Mittelpunkt der eintägigen Veranstaltung standen die operative Behandlung des Grünen Stars, Aspekte der Diagnostik, Automationsverfahren und Schlaglichter auf neue Techniken und Heilverfahren. Eingebunden in das Symposium zeigte sich auch eine Industrieausstellung, die den Medizinern und Wissenschaftlern einen Überblick über die aktuelle medizintechnischen Entwicklungen geben sollte.

Professor Seitz zeigte sich nach Ende des zweiten Homburger Glaukom-Symposiums mehr als zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung. "Wir werden auf jeden Fall in zwei Jahren dieses Symposium erneut veranstalten." Damit wäre, so formulierte es Professor Michael Menger, Dekan der medizinischen Fakultät, "das Symposium mit seiner dritten Auflage in Homburg Tradition." thw