1. Saarland

Ärger vor den AufstiegsspielenDie Sache mit der Relegation

Ärger vor den AufstiegsspielenDie Sache mit der Relegation

Relegation: Jeder kennt dieses Wort - kaum einer weiß, was es heißt. Oft wird es sogar in falschem Zusammenhang benutzt, denn Relegation bedeutet "Verweis" oder "Ausschluss". Der Begriff "Relegationsspiel um den Aufstieg" ist deshalb völliger Quatsch. Eine ganz neue Wortschöpfung ist der Begriff "Vorsorgliche Relegation"

Relegation: Jeder kennt dieses Wort - kaum einer weiß, was es heißt. Oft wird es sogar in falschem Zusammenhang benutzt, denn Relegation bedeutet "Verweis" oder "Ausschluss". Der Begriff "Relegationsspiel um den Aufstieg" ist deshalb völliger Quatsch. Eine ganz neue Wortschöpfung ist der Begriff "Vorsorgliche Relegation". Sie wird ausgetragen, damit die Spieler anschließend zum Ballermann fliegen können, wo sie via Internet erfahren, ob sie aufgestiegen sind oder nicht. Relegationsspiele sorgen für Zuschauer, Spannung, zusätzliche Einnahmen - und Verwirrung. Beispiel Bezirksliga Saarlouis, wo immer noch kein Mensch weiß, wie viele Mannschaften auf- und absteigen werden. Als Aufsteiger in die Landesliga Südwest steht lediglich Schwalbach fest. Bleiben 17 Teams übrig. Als Absteiger kommen von oben Ludweiler und vielleicht auch noch Differten runter. Aufsteiger aus den A-Klassen sind Saarlouis und Hermann-Röchling-Höhe. Weitere Aufsteiger könnten Diefflen II, Schaffhausen und Düren-Bedersdorf sein - im schlimmsten Falle kämen also sieben neue Mannschaften dazu. Doch wer? Warten wir einfach ab, der Himmel wird es richten.Grügelborn. Der FC Marpingen kämpft heute Abend um 19 Uhr in einem Entscheidungsspiel gegen den SV Limbach/Dorf in Primstal um den Aufstieg in die Fußball-Verbandsliga (wir berichteten). Neben dem FCM können sich noch gleich drei weitere Teams aus dem Landkreis St. Wendel über den "Umweg" Entscheidungsspiele für eine höhere Liga qualifizieren. So nimmt der SV Grügelborn als Tabellenzweiter der Bezirksliga St. Wendel an der Aufstiegsrunde zur Landesliga teil. Vier Teams kämpfen dabei um einen Aufstiegsplatz. Im ersten Spiel, quasi dem "Halbfinale", trifft der SVG heute Abend um 19 Uhr auf dem Kunstrasenplatz des FV Eppelborn auf den Zweiten der Bezirksliga Neunkirchen, den SV Illingen. Der Austragungsort stößt dabei in Grügelborn auf wenig Gegenliebe. "Wir müssen fast 40 Kilometer fahren und Illingen gerade einmal fünf. Das ist nicht fair", ärgert sich SVG-Spielertrainer Roland Rein. "Alle Vorschläge unsererseits, ob Marpingen, Bliesen oder Winterbach wurden abgelehnt", sagt Rein kopfschüttelnd. Trotz seines Ärgers versucht er aber, sich mit seinem Team aufs Sportliche zu konzentrieren. "Wir haben keinen Druck, wollen aber trotzdem gewinnen", erklärt der ehemalige Regionalliga-Akteur. Allerdings muss Rein in der Aufstiegsrunde auf zwei Leistungsträger verzichten: Abwehrspieler Heiko Schneider und Mittelfeldspieler Dominik Becker fallen verletzt aus. Zudem ist Defensivakteur Christopher Schmidt mit einer Blinddarmentzündung angeschlagen. Sollte Grügelborn trotzdem gewinnen, spielt der SVG am Pfingstmontag um 15 Uhr auf dem Kunstrasenplatz des VfB Hüttigweiler gegen den anderen "Halbfinal-Sieger" um einen freien Platz in der Landesliga Nordost. Wie die andere Halbfinalpaarung aussehen wird, dass entscheidet sich erst heute Abend um 19 Uhr. Denn dann spielen der SV Urexweiler und der SV Merchweiler um einen Platz in der Aufstiegsrunde. Urexweiler wurde mit 65 Punkten Dritter der Bezirksliga St. Wendel, Merchweiler mit derselben Punktzahl Dritter der Bezirksliga Neunkirchen. Da nur der punktbeste Dritte an der Aufstiegsrunde zur Landesliga teilnehmen kann, wurde dieses Entscheidungsspiel auch noch notwendig. Ebenfalls noch aufsteigen können die SF Güdesweiler. Der Zweite der Kreisliga A Schaumberg spielt am Samstag um 16 Uhr in Baltersweiler gegen den Zweiten der Kreisliga A Weiselberg, den TuS Fürth, um den Aufstieg in die Bezirksliga St. Wendel (ausführlicher Bericht folgt).