Äppelwoi für die Thrash-Legenden

Äppelwoi für die Thrash-Legenden

Otzenhausen. Zum dritten Mal veranstalteten die Celtic Warriors die "Schlacht um Otzenhausen". Sie sind ausgesprochen nette Gastgeber. Festival-Headliner Tankard (zu deutsch: Bierkrug) aus Frankfurt sind seit 30 Jahren im Geschäft. Dass man sie bei der Ankunft in ihrem Ruheraum mit einer Kiste Äppelwoi begrüßte, das haben sie in drei Jahrzehnten so noch nicht erlebt

Otzenhausen. Zum dritten Mal veranstalteten die Celtic Warriors die "Schlacht um Otzenhausen". Sie sind ausgesprochen nette Gastgeber. Festival-Headliner Tankard (zu deutsch: Bierkrug) aus Frankfurt sind seit 30 Jahren im Geschäft. Dass man sie bei der Ankunft in ihrem Ruheraum mit einer Kiste Äppelwoi begrüßte, das haben sie in drei Jahrzehnten so noch nicht erlebt.Dafür revanchierte sich die Band mit einer knallhart guten Show. Leise rieselten noch die letzten Töne von Simon & Garfunkels Welthit "El Condor Pasa" aus den Lautsprecherboxen, da brachte im nächsten Moment ein Dezibelgewitter den Boden zum Vibrieren. Tankard eröffneten ihr Programm mit der Uraltnummer "Zombie Attack". Der explosive thrashige Sound wuchtete den Fans vor der Rampe markerschütternd durch den ganzen Körper. "Wollt ihr mehr Old-School-Thrash-Metal?", fragte Tankard-Sänger Andreas "Gerre" Geremia vorsichtshalber freundlich beim Publikum nach. Da niemand dem Frontmann widersprach, holten sie den Thrash-Hammer raus. Von "This Morning after" bis zum unvermeidlichen "Freibier-Song" bekamen die tobenden Metalheads ein Best of aus 30 Jahren Bandgeschichte um die Ohren gehauen. "Es lohnt sich einfach, hierher zu kommen, hier ist eine schöne Stimmung", lobte Achim Willems aus Schmelz.

Seine Mitbürger von der Band Massive Punch hatten das Spektakel mit Rock'n'Roll eröffnet. Schnörkellos, unverfälscht und eigenständig enterten nacheinander 14 Bands die zwei Holzpaletten im kleineren Club oder die Bretter auf der Hauptbühne. Die Otzenhauser Formation Ancient Gods präsentierte das gesamte Material ihrer brandneuen CD "Living in the wrong time", die demnächst auf den Markt kommt.

Ihr gradliniges Soundgewand hat die Band darauf etwas reduziert und sogar eine ins Ohr gehende Ballade wie "Ullyses Life" eingebaut. "Die Leute in der Halle haben gemacht wie das Messer", schilderte Schlagzeuger Mathias Dahmen "Mighty Metal Mätti". Er ist auch gleichzeitig der Vorturner der Celtic Warriors. "Der gesamte Ablauf und die Resonanz von den Besuchern und Bands war top", bilanzierte er zufrieden. Der Metalverein registrierte insgesamt 340 zahlende Gäste.

Gemeinsam mit den Musikern der Bands feierten sie unter vollstem Körpereinsatz eine grandiose Metal-Party, die alle Stilrichtungen des facettenreichen Musikgenres abdeckte. Den Absacker nippten die Liebhaber der lauten und gitarrenlastigen Musik beim Gig der Walhauser Sandkastenkumpels von E 605.