Strom und Gas werden billiger KFZ-Zulassung, Warntag, Steuer – das ändert sich im September 2023

Ablaufende Fristen, mehr Digitalisierung und heulende Sirenen: All das ist neu im September 2023. Wer sich informiert, kann von einigen Änderungen profitieren. Das Wichtigste im Überblick.

Änderungen im September 2023: KFZ-Zulassung, Steuererklärung, Warntag
Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Der September 2023 ist da. Die Sommerferien gehen zu Ende und das Leben kehrt in Schulen und Büros zurück. Außerdem bringt der Monat noch einige Veränderungen mit sich, die für viele Bürgerinnen und Bürger interessant sein könnten:

  • Digitale KFZ-Zulassung
  • Frist für die Steuererklärung läuft ab
  • Eon senkt Preise für Strom und Gas
  • Bundesweiter Warntag am 14. September
  • Fanta, Cola und Sprite werden teurer
  • Eingeschränkte Förderung von Elektroautos
  • Gartenarbeit weiterhin eingeschränkt
  • Energiepreispauschale läuft aus

Digitale KFZ-Zulassung

Ab dem 1. September ist die digitale Kfz-Zulassung möglich. Autofahrerinnen und Autofahrer können dann alle Zulassungsvorgänge online abschließen. Die Plaketten für die Nummernschilder sollen binnen zehn Tagen per Post zugeschickt werden. In der Zwischenzeit reicht der digitale Bescheid als Zulassungsnachweis aus. Den Service können auch Autohäuser und gewerbliche Zulassungsdienste nutzen.

Mit der vom Bundesrat beschlossenen Neuregelung ändert sich auch die Gebührenordnung, beispielsweise für die Tageszulassung, das Umschreiben oder das Stilllegen eines Autos. Da der Verwaltungsaufwand weniger wird, sinken auch die Gebühren. Auf etwa die Hälfte, schätzt das Verkehrsministerium.

Frist für die Steuererklärung läuft ab

Wer für 2022 eine Steuererklärung abgeben muss und diese auch selbst macht, hat knapp einen Monat weniger Zeit als noch im vergangenen Jahr. Die Frist läuft am 30. September ab. Da das Datum auf einen Samstag fällt, ist der letzte Abgabetag aber der 2. Oktober 2023. Wer einen Steuerberater beauftragt hat, kann sich noch ein bisschen Zeit lassen. In dem Fall ist die Steuererklärung für 2022 erst am 31. Juli 2024 fällig.

Eon senkt Preise für Strom und Gas

Eine zeitlang kannten die die Strom- und Gaspreise in Deutschland nur einen Weg – und zwar nach oben. Doch nun will Deutschlands größter Energieversorger Eon die Strom- und Gaspreise zum 1. September wieder senken. Profitieren sollen Millionen Kundinnen und Kunden.

Die Strompreise in der Grundversorgung sollen im Schnitt um 18 Prozent, die Gaspreise in der Grundversorgung um durchschnittlich 28 Prozent sinken. Auch Eon-Kunden mit Sonderverträgen können sich insgesamt auf sinkende Preise einstellen, hieß es. Eon beliefert in Deutschland knapp zwölf Millionen Haushalte mit Strom und gut zwei Millionen Haushalte mit Erdgas.

Bundesweiter Warntag am 14. September

Der nächste bundesweite Warntag soll am 14. September stattfinden. Er dient der Erprobung der Warnsysteme in Deutschland. Bürgerinnen und Bürger müssen damit rechnen, um 11 Uhr Sirenen in ihren Wohnorten zu hören und Warn-Mitteilungen auf ihr Smartphone zu erhalten. Nach Schätzung von Vodafone werden dann mehr als 50 Millionen kompatible Handys schrillen.

Fanta, Cola und Sprite werden teurer

Im September hebt der Getränkekonzern Coca-Cola seine Preise für das gesamte Sortiment an. Davon sind unter anderem Fanta, Sprite oder Mezzo Mix betroffen. Das Unternehmen führt als Grund höhere Kosten für Strom, Gas und Rohstoffe wie Plastik oder Aluminium sowie Logistik an.

Eingeschränkte Förderung von Elektroautos

Ab dem neuen Monat entfällt der Umweltbonus für gewerblich genutzte Elektroautos. Ab dann können nur noch Privatpersonen einen Antrag auf den Umweltbonus für ihre E-Fahrzeuge stellen. Wer den Antrag stellt, muss sowohl Käufer beziehungsweise Leasingnehmer als auch Fahrzeughalter sein. Im Falle eines Privatleasings ist eine gewerbliche Nutzung nicht mehr möglich.

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Gartenarbeit weiterhin eingeschränkt

Der Herbst kommt in großen Schritten auf uns zu, doch Gartenbesitzer müssen noch einen weiteren Monat die Füße stillhalten. Denn zwischen dem 1. März und dem 30. September gilt das Schnittverbot im Garten. Laut Bundesnaturschutzgesetz ist damit das Heckenschneiden und Bäumefällen verboten. So möchte der Gesetzgeber Tiere und Pflanzen schützen. Erlaubt sind in dieser Zeit nur "schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen".

Energiepreispauschale läuft aus

Die Bundesregierung zahlt Studierenden und Fachschülerinnen und -schülern bereits seit März die Energiepreispauschale. Die Begünstigten können sich über 200 Euro freuen, die bei den gestiegenen Energiekosten helfen sollen. Die finanzielle Unterstützung kann jedoch nur noch bis zum 30. September über eine digitale Plattform beantragt werden.

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